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Neukyhna

Wappen Am 1. Januar 1994 entstand durch Zusammenschluss der Orte Doberstau, Kyhna, Lissa, Pohritzsch, Quering, Serbitz, Zaasch und Zschernitz die Gemeinde Neukyhna. Seitdem verfügt die Gemeinde über ein Wappen, in dem die diagonalen Wellenlinien den Gienickenbach darstellen, der die Ortsteile Lissa, Kyhna, Zschernitz und Pohritzsch verbindet. Das Schmiedewerkzeug symbolisiert die traditionellen Handwerksbetriebe in der Gemeinde. Der Mühlstein soll ein Hinweis auf die Erzeugung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte sein.

Kirche in Kyhna Kirche in Kyhna Die erste urkundliche Erwähnung der Dörfer erfolgte Anfang des 10. Jahrhunderts. Heute zeigt sich, dass die Gemarkungen der Gemeinde Neukyhna reich an archäologischen Funden sind. Neben einzelnen Funden, welche auf Menschen vor etwa 250.000 Jahren in diesem Gebiet hinweisen, gab es einen sehr bedeutenden Fund. Am Ortsrand von Zschernitz wurde bei Ausgrabungsarbeiten am 19. August 2003 in einer Siedlungsgrube der jüngeren Linienbandkeramik der Adonis von Zschernitz gefunden. Eindeutig männlich ist der Torso der ca. 7.000 Jahre alten Tonfigur. Das etwa 8 cm hohe Fragment ist etwa vom Nabel abwärts bis unterhalb des Gesäßes erhalten. In Anlehnung an die vielen Venusfunde aus dem Altertum geht er als Adonis in die Geschichte der Archäologie ein. Männliche Figuren dieser Epoche waren in Europa bislang unbekannt.
Germanische Siedlungen und Gräberfelder entstanden im 7. Jahrhundert v. Chr. Mit der Völkerwanderung verließen die germanischen Stämme im 6. Jahrhundert v. Chr. die Gegend. Sorbische Siedler rückten von Osten nach. Slawische Bauern und Viehhalter siedelten sich ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. an und wurden sesshaft. Sie gründeten die meisten Dörfer. Bis heute ist die Rundlingsstruktur in den Dorfkernen erkennbar.
In Kyhna befinden sich mehrere (z.Z. sind wenigstens 4 bekannt) Kreisgrabenanlagen, die ähnlich wie in Goseck sind. Die größte mit 135 m Durchmesser wurde 2007 teilweise freigelegt und kartografiert.
Landwirtschaft mit Obst- und Gemüseanbau prägen auch heute noch das Gesicht der Gemeinde. Ab 1980 begann der großflächige Braunkohleabbau im Tagebau Delitzsch-Südwest. Dies führte auch im südlichen Gemeindegebiet zu massiven ökologische Schäden. Heute profitiert die Region immer mehr von der Entwicklung als Naherholungsgebiet und Refugium für zahlreiche geschützte Pflanzen und Tierarten. Die Tagebaurestlöcher haben sich mittlerweile zu einer attraktiven, landschaftlich reizvollen und teilweise naturbelassener Seenlandschaft entwickelt.
Neben vielen Handwerksbetrieben zeichnet sich die Gemeinde wirtschaftlich durch die Ansiedlungen in den beiden Gewerbegebiete Delitzsch-Süd-West und Pohritzsch-Nord aus. Eine Rolle spielen dabei auch die günstige Verkehrsanbindungen, so führt z.B. die Autobahn
A 9 im Westen durch das Gemeindegebiet. Der Flughafen Leipzig/Halle und die Leipziger Messe sind ca. 15 km entfernt. Über gute Straßenverbindungen sind die BAB 14, die Messestadt Leipzig und Halle schnell erreichbar (je ca. 20 km).

Möchten Sie mehr über unsere Region erfahren, besuchen Sie uns im Internet unter

 Weblinksymbol www.neukyhna.de

 

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