Afrikanische Schweinepest verhindern – Bevölkerung um Mithilfe gebeten

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat eine breit angelegte Kampagne gestartet, um die Bevölkerung über die Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufzuklären und das Einschleppen der Tierseuche nach Sachsen zu verhindern. Das Landratsamt Nordsachsen unterstützt die Informationsoffensive und bittet die Einwohner um Mithilfe. Dabei geht es vor allem um folgende Punkte:
• Wanderer, Pilz- und Beerensammler, Urlauber oder Pendler sollten von ASP betroffene Regionen möglichst meiden.
• An Rast- und Parkplätzen sollten Speisereste nur in wildschweinsicheren, verschließbaren Müllbehältern entsorgt oder bis zur nächsten sicheren Entsorgungsmöglichkeit mitgenommen werden.
• Den Fund eines Wildschweinkadavers bitte melden! Veterinäramt, Polizeidienststellen, Gemeindeverwaltungen, Straßen- und Autobahnmeistereien, Forstdienststellen und Jagdausübungsberechtigte nehmen die Meldung entgegen.
• Bei Kontakt zum Kadaver müssen Kleidung und Schuhe gründlich gereinigt und gegebenenfalls auch desinfiziert werden. Da das Virus bei 56 Grad Celsius 70 Minuten und bei 60 Grad Celsius 20 Minuten überlebt, sind entsprechende Waschprogramme nötig.

Anfang September 2020 wurde die Afrikanische Schweinepest erstmals in Deutschland bei einem toten Wildschwein in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen nachgewiesen. Die Gefahr steigt, dass die Seuche nach Sachsen eingeschleppt wird und schwere wirtschaftliche Schäden verursacht. Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine tödlich.