Kurz aber heftig – Nordsachsens Winterdienst zieht Einsatzbilanz

14.04.21

Nachdem Nordsachsens Räum- und Streufahrzeuge in den vergangenen Jahren kaum zum Einsatz kommen mussten, waren sie in der zurückliegenden Wintersaison kurzzeitig besonders stark gefordert. Von Ende Januar bis Mitte Februar arbeiteten die fünf Straßenmeistereien des Landkreises nahezu rund um die Uhr. Insgesamt wurden in diesem Winter 7.744 Tonnen Salz benötigt, um die Straßen eisfrei zu halten.

„Die ergiebigen Schneefälle und der starke Frost Anfang Februar haben Personal und Material viel abverlangt. Da tat das positive Feedback aus der Bevölkerung zum Winterdienst auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen besonders gut“, zieht der zuständige Dezernent und 1. Beigeordnete, Dr. Eckhard Rexroth, eine erfreuliche Bilanz. „Die Räumung gestaltete sich allerdings wegen der erheblichen Schneeverwehungen von bis zu anderthalb Metern Höhe teilweise recht schwierig.“

An 31 von 126 Einsatztagen musste Schnee von den Straßen geschoben werden, im Winter 2019/20 dagegen kein einziges Mal. Weil es so mild war, wurden auch lediglich 1.122 Tonnen Streusalz verbraucht - in diesem Winter hingegen etwa siebenmal so viel.

Zahlen und Fakten zum Winterdienst in Nordsachsen

- Erster Einsatztag: 08.11.2020
- Letzter Einsatztag: 08.04.2021
- 126 Einsatztage je Meisterei, davon 85 Streu- sowie 31 Räum-/Streutage;
- 2019/20 mit 102 Einsatztagen je Meisterei, davon 42 Streu-, keine Räum-/Streutage;
- 2018/19 mit 104 Einsatztagen, davon 64 Streu-, zehn Räum-/Streutage

- Technikeinsatz:
o 16 eigene LKW bzw. Unimog
o 5 eigene Multicar
o 4 angemietete LKW
o 21 Unternehmerfahrzeuge

- zu betreuendes Straßennetz:
o 1.265 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen

- Verbrauch Auftausalz:
o 2020/21: insgesamt 7.744 Tonnen
o 2019/20: insgesamt 1.122 Tonnen
o 2018/19: insgesamt 2.639 Tonnen
o 2017/18: insgesamt 3.984 Tonnen
o 2016/17: insgesamt 5.130 Tonnen
o 2015/16: insgesamt 5.727 Tonnen

- Probleme:
o Die Winterdiensteinsätze verliefen, bis auf den Unfall eines Winterdienstfahrzeuges, ohne nennenswerte Probleme. Die Zusammenarbeit mit den vertraglich gebundenen und im Bedarfsfall angeforderten Fremdunternehmern war reibungslos.
o Ärgerlich waren innerorts falsch oder behindernd abgestellte Fahrzeuge, so dass die Durchfahrt mit dem Schneepflug erschwert wurde.
o Die Planung des Winterdienstes gestaltete sich auch in dieser Saison dahingehend schwierig, da die Wettervorhersagen sich häufig kurzfristig änderten bzw. von den tatsächlichen Wetterereignissen abwichen.
o Die Winterdiensttechnik ist bereits teilweise ab- oder zurückgebaut. Die Salzlagerhallen werden überprüft und gereinigt, bei Bedarf Reparaturarbeiten ausgeführt und die Salzbestände wieder aufgefüllt. Die Winterdiensttechnik wird im Sommer hauptsächlich durch die eigene Werkstatt überprüft, repariert und teils erneuert