FLASH: Landrat informiert Verkehrsexperten über Projektstand

30.03.22

Mit FLASH am Schladitzer See (v. l.): Stefan Schieritz, Kai Emanuel, Torsten Herbst, Rainer Haase und Katja Haase. Mit FLASH am Schladitzer See (v. l.): Stefan Schieritz, Kai Emanuel, Torsten Herbst, Rainer und Katja Haase. Foto: LRAvergrößern FLASH, das FahrerLose Automatisierte SHuttle zwischen S-Bahnhof Rackwitz und Schladitzer See, gewinnt überregional an Ausstrahlung. Gestern (29.03.) informierte sich der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Torsten Herbst, bei Nordsachsens Landrat Kai Emanuel über das zukunftsweisende Mobilitätsprojekt des Landkreises. Begleitet wurde er dabei von seinen Parteifreunden Stefan Schieritz (Bürgermeister Elsnig), Katja Haase (FDP-Vorsitzende Schkeuditz) und Rainer Haase (Stadtrat Schkeuditz).

FLASH befindet sich derzeit im sogenannten Applikationsbetrieb, bei dem er auf seiner künftigen Strecke im realen Straßenverkehrsraum alle hochautomatisierten Fahrfunktionen erlernt. Voraussichtlich Mitte Juli wird der Pilotbetrieb mit Fahrgästen starten. Das Shuttle schließt dann die Schladitzer Bucht an das öffentliche Nahverkehrsnetz an - inklusive Übergang in Rackwitz zu den S-Bahn-Linien Richtung Leipzig und Delitzsch. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h gehört FLASH (englisch: Blitz) zu den schnellsten automatisiert fahrenden Bussen in Deutschland.

„Nach Abschluss des Pilotbetriebs wird FLASH als innovatives Verkehrsangebot zum Bestandteil des regulären Liniennetzes und Tarifsystems werden“, sagt Landrat Emanuel und denkt dabei auch über Rackwitz hinaus: „Insbesondere in ländlichen Regionen mit geringer Siedlungsdichte kann das flexible Shuttle-System für die sogenannte letzte Meile zwischen S-Bahn- oder PlusBus-Haltestellen ausgerollt werden. Das führt dann gleichzeitig zu einer schnelleren und damit attraktiveren PlusBus-Verbindung, da sehr kleine Ortsteile von den großen Bussen nicht mehr angefahren werden müssen.“

Der Dresdner Verkehrsexperte Herbst plädiert dafür, ganz Sachsen zum Modellland für digitales Verkehrsmanagement, Telematik-Lösungen und automatisiertes Fahren zu machen. Zur notwendigen Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur gehöre aber auch die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Chemnitz und der durchgängige, zügige Ausbau von Bundesstraßen wie beispielsweise nach Torgau.

„Wir haben bei unserem Gespräch viele Schnittmengen entdeckt“, sagt Landrat Emanuel und verweist darauf, dass ohne die finanzielle Unterstützung von Bund und Land solche Projekte wie FLASH nicht zu stemmen wären. „Wenn der Pilotbetrieb mit Fahrgästen startet, würde ich gern wiederkommen“, sagt Herbst. „Die Einladung steht“, so Emanuel.

Weitere Infos zum Projekt: www.flash-bus.de