Förderschul-Neubau in Delitzsch: Stadt erteilt Baugenehmigung

26.07.22

Der Bau des neuen Förderschulcampus in Delitzsch kann wie geplant im Herbst beginnen. Mit der Baugenehmigung durch die Große Kreisstadt und einer Konkretisierung der finanziellen Förderung durch den Freistaat sind jetzt zwei wichtige Meilensteine auf dem Weg dorthin gesetzt worden. Bis zum Sommer 2024 wird der Landkreis Nordsachsen in der Richard-Wagner-Straße einen komplexen Neubau errichten, der sowohl die Pestalozzi- als auch die Fröbelschule aufnimmt und dort optimale Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Förderbedarfen bietet.

„Mit der Baugenehmigung steht die Ampel endgültig auf Grün“, freut sich Nordsachsens Landrat Kai Emanuel, dass die Umsetzung einer der größten Hochbauinvestitionen des Landkreises nun in greifbare Nähe rückt: 24,2 Millionen Euro sind für das Projekt geplant. Anfang Mai eingereicht, wurde der Bauantrag Mitte Juli bestätigt.

„Während des Genehmigungsverfahrens haben Landkreis und Stadtverwaltung eng zusammengearbeitet“, so der 2. Beigeordnete des Landkreises, Jens Kabisch, in dessen Dezernat die Fäden für den Neubau zusammenlaufen. Der Prozess sei „reibungslos“ abgelaufen, „die intensiven Vorabstimmungen haben sich ausgezahlt“, resümiert er.

Einige Hausaufgaben müssen vor dem Start Ende September/Anfang Oktober allerdings noch abgearbeitet werden. Dazu gehört insbesondere die Umsiedlung der Zauneidechsen-Population, die auf dem Grundstück festgestellt wurde.

Positiv entwickelt sich auch die finanzielle Seite des Projekts. Die Sächsische Aufbaubank hat den vorzeitigen Maßnahmenbeginn bestätigt - eine wichtige Vorstufe für den Förderbescheid. Der Freistaat übernimmt im Rahmen der sogenannten Fachförderung Schulhausbau 40 Prozent der Investitionskosten. Weitere drei Millionen Euro für die Umsetzung des Energiekonzepts hat die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau bereits bewilligt.

Das Gros der Investitionssumme stemmt der Landkreis über einen Kredit selbst. „Vor dem Hintergrund der ohnehin hohen Verschuldung Nordsachsens ist das keine Selbstverständlichkeit. Ein großes Dankeschön gilt daher auch dem Kreistag, der dieses wichtige Schulbauprojekt breit unterstützt“, sagt Finanzbeigeordneter Kabisch.

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14 Ordner umfasst der jetzt genehmigte Bauantrag für den Delitzscher Förderschulcampus. Die Fäden für das Projekt laufen im Dezernat des 2. Beigeordneten Jens Kabisch (links) zusammen – hier kurz vor der Abgabe der Akten gemeinsam mit Chefplaner Mario Stark vom Generalauftragnehmer Implenia Hochbau GmbH und Steffen Kretzschmar, Sachgebietsleiter Hochbau im Zentralen Immobilienmanagement des Landratsamts (rechts). Foto: LRA