Landratsamt mit neuer Koordinierungsstelle für Teilhabe und Demenz

11.08.22

Die Gesellschaft überaltert, die Zahl der Menschen mit Demenz steigt: Rund 1,7 Millionen sind es derzeit deutschlandweit, schätzungsweise 2,8 Millionen werden es im Jahr 2050 sein. Hinzu kommt: 7,8 Millionen Bundesbürger - knapp zehn Prozent der Gesamtbevölkerung - haben eine schwere Behinderung. Der Landkreis Nordsachsen stellt sich dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung und hat eine neue Koordinierungsstelle für Teilhabe und Demenz geschaffen, die unter demenz@lra-nordsachsen.de bzw. teilhabe@lra-nordsachsen.de zu erreichen ist und von Grit Wegner (Tel. 03421/758-6173) bekleidet wird.*

Ziel ist, die selbstbestimmte Teilhabe von Betroffenen am Leben in der Gemeinschaft zu stärken. Zugangsbarrieren sollen abgebaut und Begegnungsmöglichkeiten gefördert werden. Wichtiges Anliegen ist daher, die verschiedenen Akteure in den Bereichen Teilhabe, Inklusion und Demenz miteinander zu vernetzen, um die bestehenden Initiativen, Einrichtungen und Leistungserbringer zu unterstützen.

Darüber hinaus wird die Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung im Umgang mit Betroffenen betreiben. Sie ist jedoch keine Beratungsstelle. Dafür sind weiterhin die vorhandenen Strukturen) im Landkreis wie beispielsweise die EUTB (Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung) mit ihren Stützpunkten in Delitzsch, Bad Düben, Eilenburg, Oschatz, Torgau und Schkeuditz zuständig.

* Die Projekte Teilhabe- und Demenzkoordination werden mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.