Landrat Emanuel: Energiewende bedeutet auch Technologiewende

22.09.22

Die EMMD-Arbeitsgruppe Wirtschaft und Standortentwicklung bei ihrer Tagung im Plenarsaal von Schloss Hartenfels Torgau. Die EMMD-Arbeitsgruppe Wirtschaft und Standortentwicklung bei ihrer Tagung im Plenarsaal von Schloss Hartenfels Torgau.Foto: vergrößern Das Zentrum der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) lag diese Woche in Torgau. Auf Schloss Hartenfels tagte am Dienstag (20.09.) die EMMD-Arbeitsgruppe Wirtschaft und Standortentwicklung mit mehr als 30 Teilnehmern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Sie erhielten Einblicke in die Pläne für eine künftige Energieversorgung der Region auf Wasserstoffbasis, die Organisation des Strukturwandels in Sachsen-Anhalt und in die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Forschungsprojekte in den Bereichen Glastechnologie und Kreislaufwirtschaft.

„Ziel unserer AG ist es, Wirtschaft, Wissenschaft und institutionelle Wirtschaftsförderung länderübergreifend zu vernetzen und einen Wissenstransfer zu ermöglichen, der die gesamte Region Mitteldeutschland voranbringt“, sagt Nordsachsens Landrat Kai Emanuel, der gemeinsam mit Unternehmer Klaus Papenburg die Arbeitsgruppe (AG) leitet.

Deutlich wurde dieser Anspruch beispielweise bei der Präsentation von Junior-Professorin Sindy Fuhrmann, die sich an der TU Bergakademie Freiberg mit dem Thema „Glas“ beschäftigt und über die Kooperation mit dem Landkreis Nordsachsen beim Strukturwandel-Projekt „GlasCampus Torgau“ sprach. Dort soll künftig auch zu alternativen Brennstoffen und Technologien für die Branche geforscht werden.

Sie machte deutlich, dass es nicht damit getan sei, auf Wasserstoff statt auf Gas zu setzen. Weil der neue Brennstoff andere Eigenschaften mitbringe, müssten die Technologien und Prozesse angepasst oder gänzlich neu erforscht werden. „Die Energiewende ist auch eine Technologiewende“, bekräftigte Landrat Emanuel.