Landrat: Großforschungszentrum spricht für Attraktivität des Standortes Nordsachsen

29.09.22

Mit Freude und Stolz hat Landrat Kai Emanuel auf die Nachricht reagiert, dass sich die Auswahlkommission von Bund, Freistaat Sachsen und Land Sachsen-Anhalt für den Bau eines neuen Großforschungszentrums im Landkreis Nordsachsen entschieden hat. Er sagt:

„Mit dem CTC, dem Center for the Transformation of Chemistry in Delitzsch, und dem CMI, dem Center for Medicine Innovation in Rackwitz, waren gleich zwei Bewerber für Nordsachsen im Rennen. Das hat nicht nur die Chancen auf den Zuschlag erhöht, sondern spricht auch deutlich für die Attraktivität unseres Standortes, von dem wir die Projektverantwortlichen in zahlreichen Gesprächen begeistern konnten. Das nunmehr ausgewählte CTC in Delitzsch passt sehr gut in die Landschaft: Es liegt nah am Oberzentrum Leipzig und zugleich dicht am Mitteldeutschen Chemie-Dreieck, agiert länderübergreifend, will die chemische Industrie zu einer Kreislaufwirtschaft transformieren und damit eines der drängendsten Probleme unserer Zeit lösen. Rund 170 Millionen Euro Fördermittel werden jährlich fließen und hunderte neue Jobs entstehen. Eine solche Einrichtung tut nicht nur dem Landkreis Nordsachsen und der Stadt Delitzsch gut, sie strahlt aus auf die gesamte Region. Große Unternehmen wie Porsche, BMW und ihre Zulieferer werden von den Ideen profitieren. Und für neu zu gründende Start-Up-Firmen im Umfeld des CTC stehen beispielsweise die Gewerbefläche in Rackwitz wie auch andere Flächen im Nordraum von Leipzig zur Verfügung. Zudem verschwindet in Delitzsch endlich die alte Industriebrache der ehemaligen Zuckerfabrik. So wird die Richard-Wagner-Straße mit dem neuen Großforschungszentrum des Max-Planck-Institutes und dem neuen Förderschul-Campus unseres Landkreises bald ein ganz anderes Gesicht zeigen.“

Hintergrund:
Das am 14. August 2020 in Kraft getretene „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ sieht die Gründung je eines neuen institutionell geförderten Großforschungszentrums in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier auf der Grundlage eines Wettbewerbsverfahrens vor. Dieser begann im November 2020. Im Juli 2021 wurden die sechs aussichtsreichsten Projektskizzen ausgewählt, danach zu umsetzungsreifen Konzepten weiterentwickelt und schließlich in den vergangenen Monaten wissenschaftlich begutachtet. Aus dem Strukturstärkungsgesetz stellt der Bund bis Ende 2038 je 1,25 Milliarden Euro pro Großforschungszentrum zur Verfügung.