Förderschulcampus Delitzsch: Zeitkapseln im Fundament platziert

13.12.22

Schüler und Lehrer der Fröbel- und Pestalozzi-Schule bestücken die Zeitkapseln für die Grundsteinlegung für den nächsen Bauabschnitt des neuen Förderschulzentrums. Tatkräftige Unterstützung gab es dabei von Landrat Kai Emanuel. Foto: Alexander B vergrößern Nordsachsens Landrat Kai Emanuel mit Vertretern der Fröbel- und Pestalozzi-Schule beim Befüllen der Zeitkapseln für das Fundament des neuen Förderschulkomplexes. Foto: LRA/Bley

Die Errichtung zweier Förderschulen als Förderschulcampus in Delitzsch geht mit Riesenschritten voran: Nordsachsens Landrat Kai Emanuel bestückte am 13. Dezember gemeinsam mit Schülern und Lehrern jeweils eine Zeitkapsel der Fröbel- und der Pestalozzischule, die anschließend im Fundament eines Gebäudetraktes platziert wurden. Von einer Grundsteinlegung könne schon gar keine Rede mehr sein, lobte der Landrat das Tempo der Bauarbeiten, schließlich sei das Erdgeschoss bereits zu erkennen. Neben der für Dokumentenkapseln üblichen Tageszeitung wanderten auch Briefe und Fotos in die Kupferhülsen. Außerdem wurden Geldmünzen sowie selbstgemachte Keramiken beigefügt.

Der Zeitplan für den Neubau des Förderschulkomplexes ist ambitioniert: Schon im Sommer 2024 sollen die Mädchen und Jungen der beiden Bildungseinrichtungen ihre neuen Klassenräume in Beschlag nehmen können. Baustart war vor zwei Monaten. Die Teilunterkellerung der Technikräume ist bereits abgeschlossen, derzeit werden die Betonelemente für das Erdgeschoss gestellt.

Notwendig geworden war der doppelte Neubau, weil sowohl die Fröbelschule als Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung als auch die Pestalozzischule mit Schwerpunkt Lernförderung an die räumlichen Grenzen ihrer alten Standorte gestoßen sind. Im neuen Campus steigt die Kapazität von 50 auf 70 Schülerinnen und Schüler (Fröbel) beziehungsweise von 180 auf 230 (Pestalozzi). Der Gebäudekomplex wird aber nicht nur mehr Platz bieten. Moderne Unterrichtsräume und Fachkabinette, eine neue Sporthalle sowie bestens ausgestattete Therapie- und Pflegeräume werden beste Bedingungen für Lernende und Lehrende schaffen.

Der Landkreis Nordsachsen investiert am Standort Richard-Wagner-Straße insgesamt 24,2 Millionen Euro. Landkreisverwaltung und nordsächsischer Kreistag zogen in den zurückliegenden Jahren an einem Strang, um das Projekt realisieren zu können. „Bildung hat in Nordsachsen einen sehr hohen Stellenwert. Diese größte Einzelinvestition in einen Schulstandort seit dem Bestehen unseres Landkreises zeigt, wie ernst wir diesen Anspruch nehmen“, so Landrat Kai Emanuel. Sowohl die Planung als auch der Bau des Komplexes liegen in den Händen der Implenia Hochbau GmbH. Das Unternehmen hatte sich im Rahmen eines europaweiten Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb durchgesetzt.

Die Finanzierung des Millionenprojekts realisiert der Landkreis zu großen Teilen über einen Kredit aus eigener Kraft. Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau steuert drei Millionen Euro für die Umsetzung des Energiekonzepts bei. Ein wichtiger Baustein sind zudem 9,8 Millionen Euro aus dem Programm des sächsischen Kultusministeriums zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur.