Saison der Geflügelausstellungen beginnt

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert:

Im Herbst und Winter eines jeden Jahres werden wieder die Zuchterfolge der Kleintierzüchter auf Ausstellungen und Kleintiermärkten präsentiert.

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Nordsachsen möchte deshalb vor allem für Geflügelzüchter nochmal die Bedingungen für öffentliche Veranstaltungen mit Geflügel bekannt machen:

Veterinärhygienische Bedingungen für Ausstellungen mit Geflügel im Kreis Nordsachsen in der Saison 2010/2011

  • Unter einer Geflügelausstellung ist neben der Zurschaustellung von Geflügel ebenso eine Veranstaltung zur Bewertung der Tiere aus züchterischer Sicht zu sehen. Im Rahmen einer Geflügelausstellung mit Zuchtbewertung kann der Austausch von bewerteten Zuchttieren unter den registrierten Geflügelhaltern unter den aufgeführten Bedingungen erfolgen. Sofern eine Abgabe an Andere geplant bzw. vorgesehen ist, ist die Veranstaltung sowohl tierseuchenrechtlich als auch tierschutzrechtlich als Markt zu werten und unterliegt dementsprechend auch den aufgeführten Anforderungen.

Geflügelausstellung ohne Verkauf von Geflügel

 

Geflügelausstellung mit Verkauf von Geflügel/ Geflügelmarkt

 

Herkunftsbestände innerhalb Nordsachsens bzw. der angrenzenden Kreise à keine Pflicht zur tierärztlichen Untersuchung vor der Ausstellung

 

Pflicht zur klinischen tierärztlichen Untersuchung für das jeweils aufgestellte Geflügel längstens 5 Tage vor der Veranstaltung im Bestand (als tierärztliche Gesundheitsbescheinigung zur Veranstaltung mitzuführen)

 

Bei Teilnahme von Geflügel aus Herkunftsbeständen außerhalb Nordsachsens bzw. der angrenzenden Kreise à klinische tierärztliche Untersuchung vor der Veranstaltung sind Pflicht und bei der Einlieferung zu dokumentieren

 

Bei Enten und Gänsen Entnahme längstens 7 Tage vor der Verkaufsveranstaltung von Rachen- und Kloakentupfer à der virologisch negative Untersuchungsbefund auf Geflügelpest ist zur Veranstaltung mitzuführen ODER

 

 

Mitführen einer Amtstierärztlichen Bestätigung der Anzeige der Sentinelhaltung des Wassergeflügels mit Hühnern/Puten beim zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (Wegfall der Tupferuntersuchung)

 

  • Veranstaltungen mit Geflügel sind dem Lebensmittelüberwachungs-und Veterinäramt des Landkreises Nordsachsen mindestens vier Wochen vor Beginn anzuzeigen.
  • Veranstaltungen unter den genannten Bedingungen dürfen nur in geschlossenen Gebäuden stattfinden.
  • Hühner und Truthühner müssen von einer tierärztlichen Bescheinigung begleitet sein, aus der hervorgeht, dass der Herkunftsbestand der Tiere regelmäßig entsprechend der Empfehlungen des Impfstoffherstellers gegen die Newcastle-Krankheit geimpft worden ist. Der Nachweis ist der Veranstaltungsleitung bei Einlieferung der Hühner/Truthühner vorzulegen.
  • Sämtliche Tiere sind Ihrer Art entsprechend in geeigneten Behältnissen zu transportieren und während der Veranstaltung artgerecht und tierschutzgerecht unterzubringen.
  • Treten beim Eintreffen der Tiere oder während der Zeit der Veranstaltung ungeklärte Erkrankungen oder der Verdacht auf eine Tierseuche auf, so ist unverzüglich das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Nordsachsen zu informieren.
  • Die Herkunftsbestände der Ausstellungstiere sind von der Veranstaltungsleitung genau zu dokumentieren.
  • Die Halter von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern, Wachteln oder Laufvögeln müssen gemäß § 26 der Viehverkehrsordnung ihre Haltung bei der zuständigen Behörde (im Kreis Nordsachsen das LÜVA) angezeigt haben. Die daraufhin an den Halter erteilte Registriernummer muss auf Verlangen der die Geflügelausstellung kontrollierenden Behörde angegeben werden können.
  • Die Abgabe von Tieren als so genannte Tombolatiere ist nicht erlaubt, wenn sich der Veranstalter der Tombola nicht über die tierschutzgerechte Unterbringung und Haltung dieser Tiere vergewissern kann. Für diesen Fall sind Alternativgewinne bereit zu halten.

Hinweise

Lebende Tiere sollten im Rahmen einer Tombola nicht angeboten werden, weil nicht sichergestellt werden kann, ob der Gewinner die Voraussetzung für eine artgerechte Tierhaltung des zufällig erhaltenen Tieres bieten kann.

Bei geänderter Tierseuchenlage können diese Festlegungen widerrufen oder mit weiteren Auflagen versehen werden.

 

Der Amtstierarzt