Neuausrichtung der Tollwutbekämpfung- Vorinformation 2012

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert:

Deutschland ist seit dem 28. September 2008 frei von Tollwut. Dieser Tatsache wurde bei der Novellierung der Tollwutverordnung Rechnung getragen, und die verstärkte Bejagung der Füchse, die an die Feststellung von Tollwut gebunden worden war, wird in der bisherigen Form nicht weiter gefördert.

Die Tollwutsituation in Polen, insbesondere in Grenznähe, hat sich im Jahr 2011 deutlich entspannt.

Vor diesem Hintergrund ist die Neuausrichtung der Tollwutbekämpfung im Freistaat Sachsen erforderlich.
Dem Jäger obliegt weiterhin die Verpflichtung gemäß Tollwutverordnung, verdächtige bzw. verendete Füchse, Marderhunde und Waschbären dem zuständigen LÜVA zur Untersuchung zuzuleiten.
Unter der Voraussetzung einer veränderten Tollwutsituation im Freistaat Sachsen bzw. in den angrenzenden Mitgliedsstaaten sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

1. Eine verstärkte Bejagung der Füchse wird nicht mehr angeordnet.
2. Eine Abschussprämie für Füchse und Marderhunde wird nicht mehr gewährt.
3. Für die Einsendung von gemäß der Tollwutverordnung zu erlegenden Füchsen,
    Marderhunden und Waschbären zur Untersuchung wird eine Aufwandsentschädigung im Rahmen der zur  Verfügung  stehenden Haushaltsmittel von max. 15 € gewährt.

4. Die Überprüfung der Abschüsse und Einsendungen zur Tollwutdiagnostik erfolgt
    vierteljährlich in Zusammenarbeit der Jagdbehörden und Lebensmittelüberwachungs- und
    Veterinärämter.

Eine verbindliche Regelung erfolgt Anfang 2012.

DVM Mai

Amtstierärztin