Neufassung der Geflügelpestverordnung

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert:

Wichtige Informationen für Geflügelhalter:

Diese Information richtet sich vor allem an die Halter von Geflügel, die Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und/oder Gänse halten.

Zum 08. Mai diesen Jahres wurde eine Neufassung der Geflügelpest-Verordnung durch den Bundesrat aufgrund des mehr als dreijährigen Zurückliegens eines Hochpathogenen Aviären Influenza-Geschehens in Deutschland (HPAI bei einer erlegten Ente in Starnberg 2009) erlassen.

Was ändert sich für Sie als Geflügelhalter?

Die Freilandhaltung von Geflügel ist als Regelhaltung wieder zugelassen, d.h. die bisherige i.d.R. geltende Ausnahmegenehmigung von der Aufstallungspflicht des Geflügels entfällt. Allerdings kann das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) als die zuständige Behörde im Landkreis Nordsachsen auf der Grundlage einer Risikobewertung die Aufstallung wieder anordnen.

Ein erhöhtes Risiko liegt beispielsweise vor, bei:

  1. örtlichen Gegebenheiten, in denen sich wildlebende Wat- und Wasservögel sammeln, insbesondere einem Feuchtbiotop, einem See, einem Fluss oder einem Küstengewässer, an dem Wildvögel rasten oder brüten,
  2. sonstigem erhöhten Vorkommen von Wildvögeln,
  3. dem Verdacht auf Geflügelpest oder bei einem Ausbruch der Geflügelpest in einem Nachbarkreis.

Für eine Geflügelausstellung ohne Verkauf von Wassergeflügel, bei der Geflügel aus dem Landkreis Nordsachsen oder den angrenzenden Kreisen ausgestellt wird, müssen die Aussteller lediglich ihre Registriernummer nach § 26 Absatz 2 der Viehverkehrsverordnung (Nachweis der Registrierung ihrer Geflügelhaltung im LÜVA) vorweisen können.

Für eine Geflügelausstellung mit Verkauf von Wassergeflügel, bei der Geflügel aus dem Landkreis Nordsachsen oder den angrenzenden Kreisen ausgestellt wird, müssen 60 Enten bzw. Gänse des Bestandes (oder alle Tiere bei Wassergeflügelhaltungen < 60 Tiere) längstens 7 Tage vor der Veranstaltung in der LUA Leipzig virologisch mit negativem Ergebnis auf HPAI untersucht werden. Die Proben sind mittels eines kombinierten Rachen- und Kloakentupfers zu entnehmen. Die Untersuchung kann entfallen, wenn der Enten- bzw. Gänsehalter beim LÜVA eine Sentinelhaltung (= gemeinsame Haltung von Enten/Gänsen mit Hühnern/Puten) angezeigt hat. Das zuständige LÜVA stellt über die Anzeige eine Bestätigung aus. Diese amtstierärztliche Bestätigung über die Sentinelhaltung bzw. der negative LUA-Untersuchungsbefund auf HPAI ist zur Geflügelausstellung mit Verkauf von Wassergeflügel vorzulegen.

Für eine Geflügelausstellung ohne Verkauf von Wassergeflügel, bei der Geflügel außerhalb des Landkreises Nordsachsen und den angrenzenden Kreisen ausgestellt wird, müssen die Aussteller ihre Registriernummer und eine tierärztlichen Bescheinigung über die klinische Untersuchung des ausgestellten Geflügels vor der Veranstaltung auf Verlangen dem LÜVA Nordsachsen vorlegen.

Für eine Geflügelausstellung mit Verkauf von Wassergeflügel, bei der Geflügel außerhalb des Landkreises Nordsachsen und den angrenzenden Kreisen ausgestellt wird, müssen die Aussteller neben der Registriernummer und der tierärztlichen Bescheinigung über die klinische Untersuchung zusätzlich eine amtstierärztliche Bestätigung über die Sentinelhaltung seines Geflügels bzw. den negativen LUA-Untersuchungsbefund auf HPAI vorweisen.

 

Für Rückfragen können Sie uns gerne unter der Telefonnummer: 034202-9885202 kontaktieren!


Mai
Amtstierärztin