Reiseverkehr mit Tieren aus Drittländern

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert:

Strenge Einreisevorschriften für Heimtiere sollen die Bürger der Europäischen Union (EU) vor gefährlichen Infektionskrankheiten schützen.

Wenn Sie mit Hunden, Katzen oder Frettchen nach Deutschland einreisen oder nach einem Urlaub wieder zurückkehren, müssen Sie bestimmte Anforderungen beachten. Diese sind in einer EU-Verordnung ([EG] Nr. 998/2003) geregelt und dienen dem Schutz vor der Einschleppung und Verbreitung der Tollwut in der EU. Unabhängig davon wo Sie Ihren Urlaub verbracht haben, benötigen Sie in jedem Fall einen Heimtierausweis, mit dem die Identität Ihres Tieres eindeutig nachgewiesen werden kann und aus dem hervorgeht, dass das Tier einen gültigen Tollwutschutz besitzt.

Pro Person können höchstens je fünf Heimtiere mitgenommen werden. Nehmen Sie mehr Tiere mit oder sollen die Tiere den Besitzer wechseln, gelten andere Regelungen.

Bei Nichtbeachtung der Einfuhrbestimmungen können die Tiere auf Kosten des Einführers entweder zurückgesendet, in Quarantäne verbracht oder im schlimmsten Fall getötet werden.

•I. Einfuhrbestimmungen aus „gelisteten Drittländern" (Länder mit günstiger oder bekannter Tollwutsituation)

Das Tier muss zur Identifikation mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Den Mikrochip erhalten Sie bei Ihrem praktischen Tierarzt. Dieser pflanzt Ihrem Tier den Mikrochip ein und bestätigt dies im Heimtierausweis.

Die Tollwutimpfung darf frühestens in einem Alter von 12 Wochen vorgenommen werden.

Angaben zum Eigentümer des Tieres, zur Beschreibung des Tieres und der Identifikation sowie zur Tollwutimpfung müssen durch einen Amtstierarzt auf einem dafür von der EU vorgesehenen Gesundheitszeugnis behördlich bestätigt sein. Eine Bestätigung des praktischen Tierarztes ist nicht ausreichend.

Die Einfuhr ist an der Grenzübertrittstelle anzuzeigen. Es sind folgende Dokumente vorzulegen:

  • - Impfpass mit Angaben zur Identifikation und zur Impfung
  • - amtstierärztliches Gesundheitszeugnis Einen Vordruck des Gesundheitszeugnisses und eine aktuelle Übersicht über die in Anhang II Teil C der Verordnung 998/2003 gelisteten Drittländer finden Sie im Internet.

 

•II. Einfuhrbestimmungen aus „ nicht gelisteten Drittländern" (Länder mit ungünstiger oder unbekannter Tollwutsituation)

 

Das Tier muss zur Identifikation mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Den Mikrochip erhalten Sie bei Ihrem praktischen Tierarzt. Dieser pflanzt Ihrem Tier den Mikrochip ein und bestätigt dies im Heimtierpass.

Die Tollwutimpfung darf erst in einem Alter von 12 Wochen vorgenommen werden.

Frühestens 30 Tage nach der Tollwuterstimpfung ist eine Blutuntersuchung auf Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Tollwut durchzuführen (Nachweis der Impfwirksamkeit). Das Blut ist in einem von der EU zugelassenen Labor untersuchen zu lassen. Eine Liste der derzeit in verschiedenen Ländern zugelassenen Labore finden Sie im Internet. Nach der Blutuntersuchung muss das Tier weitere 3 Monate im Herkunftsland verbleiben. Erst dann ist eine Einreise in die EU möglich. Bei regelmäßigen Nachimpfungen ist eine einmalige Blutuntersuchung ausreichend.

Angaben zum Eigentümer, zur Beschreibung des Tieres und der Identifikation sowie zur Tollwutimpfung und zur Blutuntersuchung müssen durch einen Amtstierarzt auf einem dafür von der EU vorgesehenen Gesundheitszeugnis behördlich bestätigt sein. Eine Bestätigung des praktischen Tierarztes ist nicht ausreichend.

 

Die Einfuhr von Heimtieren ist an der Grenzübertrittstelle anzuzeigen. Es sind folgende Dokumente vor-zulegen:

  • - Heimtierpass mit Angaben zur Identifikation und zur Impfung
  • - Blutuntersuchungsergebnis im Original
  • - amtstierärztliches Gesundheitszeugnis

 

Eine Einfuhr von nicht gegen Tollwut geimpften Welpen ist verboten. Ausnahmen kann nur die zuständige Behörde vor Eintreffen der Tiere an der Grenze zu EU genehmigen.

Die Einfuhr von unter 8 Wochen alten Welpen ist aus Tierschutzgründen nicht zulässig.

Zum 01.07.2013 ist Kroatien der EU beigetreten. Hier gelten die erleichterten Regelungen wie bei Reisen in oder aus anderen EU-Mitgliedsstaaten.

 

DVM Mai

Amtstierärztin