Schleppen Sie keine ansteckenden Tierseuchen in die EU ein!

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert:

Ständig besteht die Gefahr, dass Tierseuchen in die Europäische Union (EU) eingeschleppt werden. Erzeugnisse tierischen Ursprungs können Träger von Tierseuchenerregern sein.


Deshalb gelten strenge Vorschriften für die Einfuhr bestimmter tierischer Erzeugnisse in die EU. Das betrifft auch Lebensmittel tierischer Herkunft aus den beliebten Urlaubsländern, wie der Türkei, Ägypten und Tunesien.
Nur für die Ein- und Ausfuhr tierischer Erzeugnisse in die/aus den 28 EU-Mitgliedstaaten sowie für die Einfuhr tierischer Erzeugnisse aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz gelten diese Vorschriften nicht.


Sämtliche tierischen Erzeugnisse, die diesen Vorschriften nicht entsprechen, müssen bei der Ankunft an der EU-Grenze zur amtlichen Vernichtung abgegeben werden. Werden solche Erzeugnisse nicht angemeldet, kann dies mit einer Geldbuße belegt oder strafrechtlich geahndet werden.

Fleisch, Milch und daraus hergestellte Erzeugnisse für den persönlichen Verbrauch dürfen nur dann in die EU mitgebracht oder versendet werden, wenn diese Erzeugnisse aus den Färöern, Grönland und Island stammen und ihr Gewicht 10 kg pro Person nicht übersteigt. Hiervon ausgenommen sind lediglich Säuglingsmilchpulver, Säuglingsnahrung sowie Spezialnahrung/Spezialtierfutter, die aus medizinischen Gründen benötigt werden.

Für den persönlichen Verbrauch bestimmte Mengen an Fischereierzeugnissen (z. B. frischer, getrockneter, gekochter, geräucherter oder anderweitig haltbar gemachter Fisch sowie bestimmte Krusten- bzw. Weichtiere, etwa Garnelen, Hummer, nicht lebende Miesmuscheln und Austern) dürfen Sie nur dann in die EU mitbringen oder versenden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt werden:

Frischer Fisch wurde ausgenommen und das Gewicht der Fischereierzeugnisse übersteigt nicht 20 kg oder das Gewicht eines Fisches.

Diese Beschränkungen gelten nicht für Fischereierzeugnisse aus den Färöern, Norwegen und Island.

Andere tierische Erzeugnisse, beispielsweise Honig dürfen nur unter folgenden Bedingungen in die EU mitgebracht oder versendet werden: Die betreffenden Erzeugnisse stammen aus den Färöern, Grönland oder Island, und ihr Gewicht übersteigt zusammengenommen nicht 10 kg pro Person.

Stammen die betreffenden Erzeugnisse aus anderen Ländern (z.B. Tunesien, Ägypten und Türkei) darf ihr Gewicht 2 kg pro Person nicht überschreiten.

Die obigen Vorschriften gelten nicht für Brot, Kuchen, Kekse, Schokolade und Süßwaren, sofern diese nicht mit Fleischerzeugnissen vermischt oder gefüllt sind.

Zum 01.07.2013 ist Kroatien der Europäischen Union beigetreten. Hier gelten nunmehr die erleichterten Regelungen wie bei Reisen in oder aus andere(n) EU-Mitgliedsstaaten.

 

DVM Mai

Amtstierärztin