Tiere unterm Weihnachtsbaum

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert:

Weihnachten steht wieder vor der Tür. Viele Eltern und Großeltern überlegen schon jetzt, wie sie ihren Kindern und Enkeln eine Freude bereiten können.

Vielleicht ein tierischer Freund als Geschenk?

Viele Kinder wünschen sich ein Tier zum Schmusen, Streicheln und Spielen. Tiere entwickeln sich oft zu Familienmitgliedern und können manchmal sogar Spielgefährten sein. Tiere in der Familie können das Verantwortungsfühl der Kinder und das Sozialverhalten fördern.

Viele Kinder (auch manche Erwachsenen) haben aber häufig nur ungenaue Vorstellungen über die artgerechte Haltung der Tiere.

Auf der Suche nach dem geeigneten Haustier für Ihre Familie sollten Sie vorher Fachleute (Züchter, Zoofachhändler, Tierärzte, etc.) befragen.

Auch Ihre eigene Familie und das Wohnumfeld muss kritisch vor dem Kauf eines Haustieres hinterfragt werden:

Welche Tierart ist für unsere Familie grundsätzlich geeignet?

Hamster sind z.B. nachtaktiv. Da sie tagsüber schlafen, sollten sie dabei nicht gestört werden. Hamster sind nicht als Spielgefährten geeignet!

Ab welchem Alter sind Haustiere oder bestimmte Tierrassen für ein Kind geeignet?

Kompetente Fachleute geben Ihnen beispielsweise gerne Auskunft, welche Hunderasse als Familienhund geeignet ist.

Erlaubt der Vermieter mir die Haltung eines Haustieres in der Wohnung?

Und wenn ja, nur bestimmte Haustiere?

Wie viel Platz und Pflege braucht welches Tier?

Hat die Familie genügend Zeit, sich auf Dauer um das Tier zu kümmern, das neue „Familienmitglied" zu füttern, mit dem Hund mehrmals täglich Gassi zu gehen sowie eine artgemäße Bewegung des Hundes sicher zustellen, den Stall zu säubern und ausreichend Zeit für die Sozialisierung und das Gemeinschaftsbedürfnis des Tieres?

Insbesondere Hunde müssen auch erzogen werden, d.h. das Beibringen von Gehorsam und der gängigsten Befehle sind Pflicht. Bei unerfahrenen Hundehaltern und Einsteigern in die Hundehaltung sollte eine Hundeschule besucht werden.

Ein erworbenes Tier ist kein gekauftes Spielzeug, das ich zurückschicken oder zurückgeben kann, wenn ich es nicht mehr will oder ich mich überfordert fühle.

Was mache ich, wenn ich mich trotz aller reiflicher Überlegung im Vorab mit meinem erworbenen Haustier überfordert fühle?

Sie sollten auf keinen Fall das Tier irgendwo zurücklassen oder aussetzen, damit verstoßen Sie gegen das Tierschutzgesetz. Sie können deshalb mit einer erheblichen Geldstrafe bis 25000,00 Euro belangt werden und ein Tierhaltungsverbot erhalten!!! Wenden Sie sich an ein Tierheim in Ihrer Umgebung. Die Tierheime sind nicht gezwungen Ihnen das „nicht mehr gewollte " Tier abzunehmen. Für dieses Tier ist außerdem grundsätzlich mit dem Abgabevertrag auch ein gewisser finanzieller Aufwendungsbetrag von Ihnen an das Tierheim zu übertragen, da das Tier bis zur Weitervermittlung artgerecht versorgt und ggf. tierärztlich betreut werden muss.

Die Tierheime sind oft an der Grenze ihrer Auslastung. Kein Tierheim kann einen liebevollen Tierhalter ersetzen. Wenn Sie alle Voraussetzungen für die Haltung eines Tieres erfüllen, dann warten viele Tiere in unseren Tierheimen bei Ihnen als neues Mitglied in Ihre Familie aufgenommen zu werden.

Das Team des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes wünscht Ihnen eine schöne Adventszeit!


DVM Mai
Amtstierärztin