Förderung von Existenzgründungen von Frauen im ländlichen Raum

Die Gleichstellungsbeauftragte

 

Mit der Novellierung der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung der Chancengleichheit von Mann und Frau und zur Bekämpfung geschlechtsbezogener Gewalt wird die Existenzgründung von Frauen im ländlichen Raum wieder gefördert.

Unterstützt werden Existenzgründungen von Frauen im ländlichen Raum, die ihren Hauptwohnsitz und ihren Lebensmittelpunkt im Freistaat Sachsen haben. Mit der Existenzgründung soll eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufgebaut werden, die nachhaltig die Lebens- und Erwerbssituation von Frauen im ländlichen Raum verbessert und dauerhaft zum Haupterwerb der Existenzgründerin führt.

Die Gründung eines Unternehmens von Frauen muss im ländlichen Raum des Freistaates Sachsen erfolgen. Als ländlicher Raum i. S. d. Richtlinie gelten Gemeinden mit einer Einwohnerzahl bis 10 000 Einwohner, in Ausnahmefällen auch eingemeindete Ortsteile mit bis zu 10 000 Einwohnern.

Für die Existenzgründung wird eine einmalige Zuwendung in Form der Festbetragsfinanzierung gewährt. Sie beträgt maximal 6.000 Euro und maximal 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Zuwendungsfähig sind:

  • · Sachausgaben einschließlich Ausgaben für Werbemaßnahmen, aber ohne Ausgaben für Bildung- und Beratungsleistungen,
  • · Auslagen und Gebühren, die für die Existenzgründung notwendig sind,
  • · Investitionsausgaben, nicht jedoch betriebliche Investitionen in der Landwirtschaft, aber ohne Ausgaben für Kraftfahrzeuge.

Die Richtlinie und das Antragsformular können unter https://www.lds.sachsen.de/foerderung/index.asp?ID=10911&art_param=334 aufgerufen werden. Dem Antragsformular sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • · Unternehmenskonzept einschließlich einer formulierten Gründungsidee,
  • · Rentabilitätsvorschau für 3 Jahre,
  • · Finanzierungsplan und Kapitalbedarfsplanung,
  • · Konkurrenz- und Kundenpotentialanalyse,
  • · befürwortendes, externes Gutachten der Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer oder der zuständigen berufsständischen Kammer zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Unternehmens.

Anträge auf Gewährung einer Zuwendung sind bei der Landesdirektion Sachsen bis 31. Oktober für das erste Halbjahr (1. Januar bis 30. Juni) des Folgejahres und bis 31. März für das zweite Halbjahr (1. Juli bis 31. Dezember) des jeweils laufenden Jahres zu stellen.

Die Richtlinie wurde am 24. März 2016 im Sächsischen Amtsblatt Nr. 12 (http://www.recht.sachsen.de/vorschrift/16868) veröffentlicht und ist rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten.