Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) Nordsachsen informiert

Verkürzte Untersuchungszeiten und Dokumentation durchgeführter Impfungen im Bestandsregister durch Änderung der BVDV-Verordnung

Die Bovine Virus Diarrhoe ist eine anzeigepflichtige, wirtschaftlich bedeutsame Infektionskrankheit der Rinder. Infektionen verlaufen symptomlos oder einhergehend mit Fruchtbarkeitsstörungen, Aborten sowie Durchfällen und Atemwegserkrankungen insbesondere bei Jungtieren. Es werden aber auch schwere Erkrankungsverläufe mit Todesfällen beobachtet.

Aus diesem Grund ist die Bekämpfung der Bovinen Virus Diarrhoe sehr bedeutsam. Diese ist in der Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus (BVDV-Verordnung) geregelt. Ein Ziel besteht darin dauerhaft infizierte Rinder, sogenannte persistent infizierte Tiere, zu erkennen und eine Virusverbreitung zu verhindern. Um eine schnelle Entfernung dieser Tiere aus den Beständen sicherzustellen und einer Ausbreitung der Bovinen Virus Diarrhoe vorzubeugen, werden mit der 2. Änderung der BVDV-Verordnung die Untersuchungsfristen verkürzt:

Kälber müssen seit dem 27. Juni 2016 bis zur Vollendung des ersten Lebensmonats auf das Virus der Bovinen Virus Diarrhoe untersucht werden (bisher 6. Lebensmonat).

Rinder, die am 30. Juni 2016 den ersten Lebensmonat vollendet haben sind bis zum 29. Oktober 2016 mit einer in der amtlichen Methodensammlung beschriebenen Methode zu untersuchen.

Als Untersuchungsmaterial können Blut- oder Ohrgewebeproben verwendet werden, sodass die Probenahme zur Untersuchung der Kälber mit der Kennzeichnung erfolgen kann.

Des Weiteren sind durchgeführte Impfungen mit Änderung der BVDV- Verordnung unmittelbar nach deren Abschluss durch den Tierhalter in das Bestandsregister (Eintragung vorzugsweise im HI-Tier über den Hof-TA) unter Angabe der Anzahl der geimpften Rinder, deren Ohrmarkennummer, des Zeitpunktes der Impfung und des verwendeten Impfstoffes einzutragen.