221 Minijobs in Nordsachsen zu vergeben

Für Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen im Landkreis Nordsachsen

Das Programm von Bundesministerin Andrea Nahles zur Beschäftigung von Asylsuchenden, die noch im Asylverfahren sind und nicht aus sicheren Herkunftsländern kommen, bedeutet für den Landkreis Nordsachsen 221 Minijobs. Diese Minijobs werden gemeinsam zwischen dem Landkreis Nordsachsen und der Bundesagentur für Arbeit derzeit vorbereitet.

Dazu haben Projektträger ihre Projektanträge im Landratsamt Nordsachsen, Amt für Migration und Ausländerrecht, einzureichen, die dort geprüft und zur abschließenden Entscheidung an die Bundesagentur für Arbeit weitergeleitet werden.

Ziel dieses Programms ist die sinnvolle und gemeinnützige Betätigung der Asylsuchenden während des noch laufenden Asylverfahrens zur Heranführung an den allgemeinen Arbeitsmarkt. Zulässig sind dabei Arbeitsmaßnahmen (Projektanträge), die zusätzliche Tätigkeiten bei staatlichen, kommunalen und gemeinnützigen Trägern beinhalten. Auch die Träger von Gemeinschaftsunterkünften sind berechtigt, Anträge zu stellen für Tätigkeiten in Einrichtungen.

Die Maßnahmedauer für den Teilnehmer beträgt höchstens 6 Monate und beinhaltet eine wöchentliche Beschäftigungszeit von maximal 30 Stunden. Für die Maßnahmeteilnehmer wird eine Aufwandsentschädigung von 0,80 € pro Arbeitsstunde gewährt, dem Maßnahmeträger zur Absicherung zusätzlich entstehender Sach- und Personalaufwendungen ein Pauschalzuschuss von 250,00 € pro tatsächlichem Teilnehmer und Monat.

Für Projektträger kann der Maßnahmeantrag über 12 Monate gestellt werden, die Teilnehmer wechseln dann jeweils nach Ablauf ihrer maximalen Beschäftigungsdauer von 6 Monaten. Die Maßnahmen richten sich an asylsuchende Menschen über 18 Jahre, die nicht aus einem sicheren Herkunftsland kommen, nicht vollziehbar ausreisepflichtig sind und nicht mit einer baldigen Entscheidung über das Asylverfahren rechnen.

Umsetzung

Die Umsetzung des Bundesprogramms im Landkreis Nordsachsen erfolgt im Amt für Migration und Ausländerrecht. Als Ansprechpartner steht hier Herr Haag unter der Rufnummer 034202 / 988 5354 gern zur Verfügung.