Landrat Emanuel: Veränderungen bei Sparkasse sind unumgänglich

Die Vertreter des Landkreises Nordsachsen im Verwaltungsrat der Sparkasse Leipzig, Landrat Kai Emanuel (parteilos) und CDU-Fraktionschef Roland Märtz, stehen zum Beschluss des Gremiums über die Zukunftsstrategie des öffentlich-rechtlichen Kreditinstitutes.

In einem offenen Brief hatte Delitzschs Oberbürgermeister Dr. Manfred Wilde die geplante Schließung des SB-Standortes im Osten seiner Stadt scharf kritisiert.Kai Emanuel: „Die Sparkasse Leipzig hat nahezu alle Abläufe im Privatkundengeschäft auf den Prüfstand gestellt und eine Strategie entwickelt, welche die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Instituts langfristig sichert. Dazu gehört auch, dass nicht alle Geldautomaten an allen Standorten erhalten werden können. Die rasante Digitalisierung von Bankdienstleistungen, die demografische Entwicklung im ländlichen Raum und die anhaltende Niedrigzinsphase zwingen zu wirtschaftlich vernünftigem Handeln.

Der Verwaltungsrat hat alle Argumente sorgfältig geprüft, gründlich abgewogen und schließlich den unumgänglichen Veränderungen zugestimmt. Wir brauchen eine marktgerechte und zukunftssichere Sparkasse als zuverlässigen Partner in der Region.“ Die Sparkasse Leipzig wird auch nach den Standortveränderungen mit ihren 75 Filialen und 42 SB-Stellen über das größte Netz und die meisten Selbstbedienungsgeräte aller Kreditinstitute in Leipzig und den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen verfügen. Darüber hinaus werden insgesamt 48 Orte in der Stadt und den beiden Landkreisen regelmäßig von zwei fahrbaren Filialen mit Bankdienstleistungen versorgt.

Im Landkreis Nordsachsen werden zum 1. Januar 2018 in Eilenburg und Delitzsch jeweils zwei Filialen zusammengelegt. Vier SB-Standorte (Glesien, Rackwitz, Wiedemar, Süptitz) werden durch die fahrbare Filiale ersetzt, bei drei weiteren wird auf alternative Filialen verwiesen (Delitzsch, Torgau, Oschatz), ein SB-Center kommt neu hinzu (PEP Torgau).