Wildbret – weiterhin ein sicheres Lebensmittel



Aktuell wird intensiv über die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Europa, insbesondere im Baltikum, Polen, Tschechien, Rumänien und der Ukraine berichtet. Die bislang verzeichneten Ausbrüche konzentrieren sich überwiegend auf die Wildschweinpopulation. Deutschland gilt nach wie vor als frei von Afrikanischer Schweinepest, dennoch gibt es seitens der Verbraucher zunehmend Fragen zur Sicherheit und Unbedenklichkeit von Wildbret.

Die ASP ist keine Zoonose, also keine vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit und daher für den Menschen ungefährlich. Empfänglich sind ausschließlich Wild- und Hausschweine. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt mit infizierten Schweinen, über das Fleisch infizierter Schweine oder indirekt über kontaminierte Gerätschaften. Nach erfolgter Infektion entwickeln Schweine rasch deutlich sichtbare schwerwiegende Allgemeinsymptome, die sowohl für den Schweinehalter als auch für den Jäger eindeutig erkennbar sind.

Als präventive Maßnahme hat sich Deutschland für eine intensive Bejagung von Wildschweinen zur Reduzierung der Gesamtpopulation entschieden. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Jägerschaft. Die Reduzierung der Wildschweine ist als vorbeugende Maßnahme, also noch vor dem ersten Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland, erforderlich, da sich das Virus in weniger dicht zusammenlebenden Tiergruppen weniger schnell ausbreiten kann. Ausschließlich Fleisch gesund erlegter Tiere, ohne bedenkliche Merkmale, wird vermarktet und gelangt in die Lebensmittelkette.

Fachleute bezeichnen das dunkelrote Fleisch vom Wildschwein als überaus saftig und hocharomatisch, die dem relativ hohen Fettgehalt zu verdanken sind. Trotzdem ist Wildschweinfleisch magerer als das von Hausschweinen. Übrigens empfiehlt sich Wildschweinfleisch auch allen Genießern, die auf „Bio“ Wert legen. Schließlich ernährt sich das Wildschwein hauptsächlich von Früchten des Waldes wie z.B. Eicheln, Pilzen oder Bucheckern und lebt absolut artgerecht!

Auch wenn man rotes Fleisch generell nicht öfter als 1–2 Mal die Woche essen sollte - Wildschweinfleisch darf es nach Ansicht von Experten gern sein, denn als von Natur aus schadstofffreies Fleisch aus artgerechter Haltung ist es grundsätzlich empfehlenswert.

Bei Fragen steht das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Nordsachsen unter Tel. 03421/7585202 oder LUEVA@lra-nordsachsen.de zur Verfügung. Für aktuelle Informationen rund um das Thema ASP wird die Internetseite des Friedrich-Loeffler-Institutes unter www.fli.de empfohlen.