Landrat Emanuel und Staatssekretär Brangs vollziehen symbolischen Start für Breitbandausbau in Nordsachsen

Der Breitbandausbau im Landkreis Nordsachsen kann beginnen. Als „Meilenstein auf dem Weg zum schnellen Internet“, bezeichnete Nordsachsens Landrat Kai Emanuel in Torgau die von ihm vollzogene Zuschlagserteilung zugunsten der Telekom Deutschland GmbH, die damit den Ausbau in allen sechs nordsächsischen Projektgebieten realisieren darf.

„Der flächendeckende Zugang zum schnellen Internet ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines attraktiven ländlichen Raumes “ kommentierte Landrat Emanuel. „Zur modernen Infrastruktur in unserer schönen, lebenswerten Region gehört eben mehr, als Investitionen in Straßen und Schienen. Wir sind sehr froh und auch ein wenig stolz, dass sich unsere große Kraftanstrengung für den Breitbandausbau nun auszahlen wird.“

Insgesamt werden 43.300 Haushalte im Landkreis künftig vom schnellen Internet profitieren (siehe Übersichtskarte(PDF, 17 MB)). Geplant ist es, dafür 900 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen. Berücksichtigung finden nach Angaben des Landrates zudem alle Schulen und Gewerbegebiete in den Ausbaugebieten. 28 Kommunen im Landkreis sind in den sechs Ausbau-Clustern des Vorhabens integriert. Dazu wurden von Bund und Freistaat Fördermittel in Höhe von insgesamt 97 Millionen Euro avisiert. Schkeuditz und Eilenburg nehmen den Ausbau in Eigenregie vor.

Auf die umfassende Unterstützung des Freistaates Sachsen und des Bundes verwies im Rahmen der Auftakt-Veranstaltung Stefan Brangs. Zugleich würdigte der Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr den Landkreis Nordsachsen als „hervorragendes Beispiel für zukunftsfähiges Handeln. Gut, dass sie sich frühzeitig auf den Weg gemacht haben.“

Im Ergebnis des europaweiten Ausschreibungsverfahrens mit vorherigem Teilnahmewettbewerb zur Vergabe der Konzession hatte die Telekom Deutschland GmbH für alle sechs nordsächsischen Ausbaugebiete Angebote eingereicht. Die bezuschlagten Angebote der Telekom Deutschland GmbH umfassen einen hundertprozentigen Ausbau mit FTTH (Fibre-to-the-home)-Technologie, was einen vollständigen Glasfaserausbau inkl. Glasfaserabschluss im Gebäude beinhaltet. Dieser kann allerdings nur bei Zustimmung der Gebäudeeigentümer realisiert werden. Bleibt diese aus, wird alternativ ein Glasfaserabschluss an der Grundstücksgrenze geschaffen.

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot den Landkreis Nordsachsen überzeugen konnten“, sagte Andreas Meyer Regionalmanager Sachsen vom Infrastrukturvertrieb der Deutschen Telekom. „Wir legen heute den Grundstein für die digitale Zukunft im Landkreis Nordsachsen Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen.“

Die ausgehandelten Zuwendungsverträge wurden inzwischen durch die Bundesnetzagentur geprüft. Es liegen entsprechende Stellungnahmen vor. Eine Prüfung erfolgte zudem auch vom Breitband-Kompetenzzentrum Sachsen. Alle Kontrollen ergaben, dass die vorliegenden Angebote zuschlagsfähig sind, so dass Landrat Emanuel mit dem Mandat des nordsächsischen Kreistages die Bezuschlagung vornehmen konnte.

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Auf dem Foto v.l.n.r.: Christopher Scholz (Breitbandkompetenzzentrum Sachsen), Ellen Greifeneder (ateneKOM), Landrat Kai Emanuel, Staatssekretär Stefan Brangs, Andreas Meyer, Matthias Patzsch, Beatrice Strangalies (alle Telekom Deutschland). Foto: Landratsamt