Telekom wirbt bei nordsächsischen Immobilienbesitzern um Mitwirkung beim Ausbau des Glasfasernetzes

Damit die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Nordsachsen möglichst umfassend in den Genuss schneller Glasfaser-Anschlüsse kommen können, benötigt die Telekom die Zustimmung der jeweiligen Grundstückseigentümer.

Alle Grundstückseigentümer in den Ausbaugebieten werden dazu in den kommenden Wochen von den Kommunen  angeschrieben. Für Grundstücke, zu denen die Einwilligung vorliegt, wird die Telekom im Zuge des Ausbaus im Landkreis Nordsachsen einen Glasfaser-Anschluss bis ins Haus errichten - ohne weitere Kosten.

Für den Auf- und Ausbau dieses leistungsstarken Glasfasernetzes im Landkreis ist die aktive Mitwirkung aller Immobilieneigentümer wichtige Grundvoraussetzung. Denn um in den Genuss dieser hohen Internet-Geschwindigkeiten zu kommen, sind auch Umbauarbeiten am und in jedem Haus im Ausbaugebiet bis hinter die Wohnungstür nötig. Diesen Arbeiten müssen die Eigentümer ausdrücklich schriftlich zustimmen. Das Schreiben informiert, was zu tun ist, um die Immobilie ans Glasfasernetz anzuschließen. Dabei gibt es Fristen zu beachten, damit der Glasfaser-Anschluss hergestellt werden kann. In den 6 Ausbauclustern werden im September und Oktober jeweils zwei Eigentümer- und Bürgerberatungen Antworten auf Fragen ermöglichen.

Landrat Kai Emanuel hatte mit Mandat des Kreistages Anfang Juli den Zuschlag zugunsten der Telekom Deutschland GmbH für den Großteil des Glasfaserausbaus mit superschnellen Internetanschlüssen im Landkreis erteilt. Bis Ende 2020 werden davon fast 43.300 Haushalte und Unternehmen in 28 nordsächsischen Kommunen profitieren.

Die Anschlüsse bieten eine Geschwindigkeit von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) beim Herunterladen und bis zu 500 MBit/s beim Heraufladen an. Dafür wird die Telekom fast 833 km Glasfaser verlegen. Dabei wird auch das moderne Trenching-Verfahren eingesetzt. Es ist zeitsparend, nachhaltig und kosteneffizient im Ausbau, führt zu kürzeren Bauzeiten und somit zu weniger Belastungen für die Anwohner.

Bisher wurden die Telefon- und Internetsignale auf dem letzten Stück zwischen dem Verteilerkasten auf der Straße und dem Wohnungsanschluss auf einer Kupfer-Leitung übertragen. Im Kupferkabel nimmt die Geschwindigkeit mit zunehmender Länge des Kabels ab. Beim Glasfaser-Ausbau wird die Glasfaser-Leitung bis in die Wohnung oder ins Haus verlegt und endet erst hinter der Wohnungstür. Die Technik wird als "Fibre to the Home" (FTTH) bezeichnet - auf Deutsch: "Glasfaser bis in die Wohnung oder bis ins Haus".

Kupferkabel gibt es zukünftig also in diesem Telefonnetz nicht mehr; die Signale werden optisch übertragen. Für den Ausbau des Glasfasernetzes nutzt die Telekom vorhandene Leitungswege, Schächte, Leerrohre oder Sammelkanäle. Tiefbauarbeiten werden nur dort stattfinden, wo es nötig ist. Die Telekom beauftragt für die Arbeiten einheimische Firmen und sichert so Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region.

Mit dem Glasfaser-Anschluss haben die Bürgerinnen und Bürger, die im Ausbaugebiet wohnen, über eine einzige Leitung den schnellsten Zugriff auf das Internet. Darüber hinaus könnten sie über die Leitung das TV-Angebot Entertain nutzen mit dreidimensionalem Fernsehen (3D), hochauflösenden Filmen sowie einer Online-Videothek und zeitversetztem Fernsehen.

Glasfaser bietet die ideale Basis für zukünftige Dienste und Anwendungen wie Telemedizin, der Gebäudeautomation privater Wohnhäuser (Lichtsteuerung, Alarmanlagen, Heizungs- und Jalousien-/Rolladen-Steuerungen etc.), Online-Fortbildungen (E-Learning) und die elektronische Übermittlung des Stromverbrauchs (Smart Metering).

Auch Arbeiten via Home Office oder Videokonferenzen werden mit Glasfaser-Anbindung noch schneller und einfacher. Außerdem sind Glasfasern im Vergleich zu Kupferkabeln widerstandsfähiger gegen Störungen und altern nicht. Eine Immobilie mit Glasfaser ist für die Zukunft bestens gerüstet und eine Infrastruktur-Entscheidung für die nächsten 40 bis 50 Jahre.