Gesundheitsamt rät, sich gegen Grippe impfen lassen

Vierfach-Grippeimpfstoff wird gespritzt

Die Grippeschutzimpfung ist jetzt wieder aktuell. Sie kann ab sofort bei den niedergelassen Ärzten vorgenommen werden. Aber auch im Gesundheitsamt besteht die Möglichkeit. In diesem Fall sollte eine vorherige telefonische Anmeldung bei Frau Viereckl unter 03421 – 758 6303 erfolgen. Das verhindert lange Wartezeiten. Geimpft wird im Standort Torgau, Südring 17, Untersuchungsräume Gesundheitsamt, dienstags von 16 bis 18 Uhr, sowie in Delitzsch, Richard-Wagner-Straße 7a, dienstags von 14 bis 18 Uhr.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren dürfen nun alle niedergelassenen Hausärzte den Vierfach-Grippeimpfstoff verwenden. Dieser enthält einen Virenstamm mehr als der Dreifach-Impfstoff und erhöht damit den Schutz.

Kaum einer bleibt in der bevorstehenden kalten Jahreszeit von Husten, Schnupfen oder Heiserkeit verschont. Während eine normale Erkältung (grippaler Infekt) als harmlos anzusehen ist, kann eine echte Virusgrippe (Influenza) schwerwiegende Komplikationen und Begleiterkrankungen wie Lungen- oder Herzmuskelentzündungen hervorrufen und sogar zum Tod führen. Gegen die echte Grippe schützt allein die Influenzaimpfung. Meist plötzlich einsetzende heftige Symptome wie Fieber, Husten, Gliederschmerzen und ein starkes Krankheitsgefühl sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Der beste Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung sind die Monate Oktober und November. Auch eine spätere Impfung ist meist noch sinnvoll. Niemand kann vorhersagen, wann die aktuelle Grippewelle endet. Erfahrungsgemäß hielt sie in den vergangenen Jahren von Januar bis in den April und Mai an. Insbesondere Menschen, die bei einer Grippe ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben, sollten sich impfen lassen. Dazu zählen Menschen die über 60 Jahre alt sind. Auch Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie multiple Sklerose) wird die Impfung angeraten. Ebenso Menschen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten oder HIV-Infektion sowie Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und Schwangeren.

Schützen sollten sich ebenso Personen, die im medizinischen Bereich tätig sind sowie Beschäftigte, die viel Publikumsverkehr (beispielsweise Mitarbeiter bei öffentlichen Verkehrsbetrieben und Lehrkräfte) haben. Eine Impfung wird ebenso allen empfohlen, die in direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln stehen. Das verhindert, dass sich der Erreger der „Vogelgrippe“ mit Menschen zirkulierenden Viren mischen kann. Eine Impfung ist nicht nur Selbstschutz vor schweren Erkrankungen, sondern vermindert auch die Gefahr der Ansteckung anderer und bremst damit die Grippewelle. Der Gang zum Arzt, bei dem unbedingt der Impfausweis mitgeführt werden sollte, hat darüberhinaus noch einen Vorteil: Der Hausarzt kann gleichzeitig auf eventuell noch aufzufrischende Impfungen aufmerksam machen.