Bauarbeiten an der Talsperre Horstsee haben begonnen

Spundwände werden eingebaut

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat am Montag, den 28. Januar 2019 damit begonnen, in den Rodaer Damm der Talsperre Horstsee Spundwände einzubauen. Der Damm wurde beim Hochwasser 2013 beschädigt. Nun erhält er auf einer Länge von 110 Metern eine Innendichtung, die seine Standsicherheit verbessert. Die Arbeiten sollen im Herbst dieses Jahres beendet sein.

Die Spundwandbohlen sind sechs Meter lang und dienen als statisch wirksame Innendichtung. Gleichzeitig wird der Damm um einen halben Meter erhöht, so dass dieser künftig sicher vor Hochwasser ist, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt (HQ100).

Bereits im vergangenen Jahr wurde am Horstsee gebaut. Das neue Hochwasserentlastungsbauwerk ist mittlerweile fertiggestellt. Für die gesamte Baumaßnahme am Horstsee investieren der Freistaat Sachsen und der Bund rund 1,8 Millionen Euro.

Die Talsperre Horstsee ist der älteste und bekannteste der Wermsdorfer Teiche. Sie wurde bereits 1500 als Fischteich angelegt und befindet sich seit 1580 in Staatsbesitz. Ihr Name stammt von einer markanten Insel mitten im Teich, die früher als „Horst“ bezeichnet wurde. Noch heute ist die Hauptnutzung der Talsperre die Fischereiwirtschaft.

Der Horstsee hat zwei Erddämme. Angestaut wird der Saubach, ein Gewässer II. Ordnung. Das Stauvolumen der Talsperre liegt bei rund 1,4 Millionen Kubikmetern.