Nordsächsische Bodenrichtwerte im Höhenflug

Grundstückspreise in den vergangenen zwei Jahren gestiegen

Bauen im Landkreis Nordsachsen wird teurer. Das geht aus der neuen Bodenrichtwertkarte hervor, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte jetzt veröffentlicht hat. „Der Boom von Leipzig strahlt auch zu uns aus“, sagt der Vorsitzende des Ausschusses Thomas Schunk, „demzufolge sind die gefragtesten Regionen mit den größten Steigerungen Schkeuditz und Taucha.“ Grundstücke sind aber mittlerweile bis Torgau gefragt.

Spitzenreiter im Auswertungszeitraum 2017 und 2018 ist Taucha. Dort liegt der aktuelle Wert bei 182 Euro pro Quadratmeter Wohnbauland. Am günstigsten ist der Boden in Ammelgoßwitz (Belgern-Schildau) oder Elsterberg (Arzberg) mit 6 Euro pro Quadratmeter.

Im Vergleich zu 2016 ist der durchschnittliche Bodenrichtwert im Landkreis um 26,3 Prozent gestiegen, seit 2010 um 42,8 Prozent. Auch Ackerland und andere Flächen haben sich verteuert. Von 0,80 Euro bis 2,65 Euro pro Quadratmeter erstreckt sich die Spanne. Im Durchschnitt ist das ein Zuwachs von 10,5 Prozent, im Vergleich zu 2010 sogar von satten 115,8 Prozent.  

2815 Kaufverträge aus den Jahren 2017 und 2018 hat der Gutachterausschuss für die neue Karte, die der Markttransparenz dient, ausgewertet. Dem Gremium gehören 27 Mitglieder an. Diese werden für fünf Jahre vom Landrat bestellt.

Alle Informationen zu den aktuellen wie auch zu Bodenrichtwerten anderer Stichtage, sind im Geoportal des Landkreises unter http://cardomap.landkreis-nordsachsen.de in der Ebene „Planen, Bauen und Wohnen“ kostenfrei einsehbar.