Fahrstuhl am Schloss Hartenfels: Der Durchbruch ist da

Gemäuer zwei Meter dick

Gut eine Woche wurde gesägt und gestemmt – nun fällt Licht ins Kellerdunkel. Der Durchbruch der Wand für den geplanten Besucher-Aufzug an der Elbseite von Schloss Hartenfels in Torgau ist geschafft. Bis Freitag soll der Rest der Stemmarbeiten am Gemäuer zwischen Lapidarium und Flaschenturm erledigt sein.

Ganze zwei Meter dick ist die Schlosswand an jener Stelle - und damit die dickste, die die Mitarbeiter der Firma Bautenschutz Eilenburg in den vergangenen 30 Jahren geöffnet haben. Selbst der Gebäudeschnitt des Schweriner Schlosses vor einiger Zeit hatte nicht diese Ausmaße.

Hartenfels ist bei der Grundmauer übrigens wörtlich zu nehmen. Verbaut wurde einst Felsbruch. Nunmehr arbeiten sich die Experten an der mit mehreren Stahlträgern abgestützten Wand sukzessive von oben nach unten. Ende der Woche sollen die Umrisse des Fahrstuhleingangs zu erkennen sein.

Ist diese Etappe gemeistert, wird die Baugrube tiefer ausgehoben. Dort wird später die Bodenplatte für den Aufzugsschacht gegossen. Der Lift an der Außenfassade des Schlosses soll in einem Jahr Fahrt aufnehmen. 1,3 Millionen Euro Fördermittel fließen in die barrierefreie und denkmalgerechte Erschließung des C-Flügels.

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Sebastian Dülme (l.) und Hans-Peter Hartmann von der Firma Bautenschutz Eilenburg haben die erste Etappe des Schlosswand-Durchbruchs gemeistert. Foto: Landratsamt Nordsachsen/Bley