Breitbandausbau startet im Projektgebiet Oschatz

Nächster Meilenstein für den Breitbandausbau in Nordsachsen. Landrat Kai Emanuel und Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales, gaben heute in Liebschützberg den Startschuss für den von der Telekom realisierten Projektabschnitt Oschatz.

„Nach der intensiven Phase der Vorbereitung beginnt nun auch in der Oschatzer Region die wichtige Etappe der Bauarbeiten im Rahmen des Breitband-Ausbaus. Damit kommen wir dem Ziel, bis Ende 2020 im Landkreis flächendeckend leistungsfähiges Internet bieten zu können, einen erheblichen Schritt näher,“ sagte Landrat Kai Emanuel (parteilos). Im bisher besonders unterversorgten Projektgebiet Oschatz mit den Gemeinden Naundorf und Liebschützberg und mehr als 40 Ortsteilen sind etwa 69 Prozent der Haushalte förderfähig. Schon dadurch wird deutlich, wie entscheidend die Breitband-Offensive für die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises ist.“

Staatssekretär Brangs sagte: „Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist Voraussetzung dafür, dass die Digitalisierung, egal ob bei den Bürgerinnen und Bürgern, den Unternehmen oder den Kommunen, funktionieren kann. Ich freue mich daher, dass der Landkreis Nordsachsen um Landrat Emanuel der Herausforderung gestellt hat und dieses Projekt konsequent vorantreibt. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir uns ganz besonders für die Verbesserung der Infrastruktur abseits der großen Ballungszentren einsetzen.“

„In ganz Sachsen kommen wir beim Breitbandausbau zügig voran“, sagte Rainer Frank, Leiter Infrastruktur Region Sachsen Telekom. „Denn schnelles Internet ist entscheidend für Lebensqualität, Wirtschaft und Wachstum. Schnelle Datenleitungen sind auch Voraussetzung für neue Technologien und Dienstleistungen, wie eine leistungsfähige Telemedizin oder Online-Angebote der Verwaltung. Der Glasfaserausbau im Landkreis Nordsachsen ist gut für die Entwicklung der gesamten Region.“

Allein im Cluster Oschatz sollen mehr als 9.300 Haushalte, fast 1.000 Unternehmen sowie über 110 institutionelle Nachfrager, davon elf Schulen, künftig mit modernen und leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen versorgt sein. Dafür werden 295 Kilometer Glasfaser neu verlegt. Die förderfähigen Gesamtkosten des Projekts liegen bei 14,3 Million Euro. Davon übernehmen im Rahmen der Förderung der Bund 8,6 Millionen Euro und der Freistaat 4,3 Millionen Euro.

Insgesamt ist das Ausbauprojekt in Nordsachsen in sechs Cluster unterteilt. Rund 40.000 private Haushalte, etwa 3.000 Betriebe und 71 Schulen werden durch die Telekom an das Glasfasernetz angeschlossen. Dazu werden bis Ende des Jahres 2020 rund 800 Kilometer Glasfaser verlegt. In den Gebieten Mügeln sowie Delitzscher Land laufen die Arbeiten bereits. Am 16. Juli 2019 (10.00 Uhr in Cavertitz) erfolgt der Start der Bauarbeiten im Bereich Belgern-Schildau.

Bereits im zweiten Halbjahr 2019 können mehrere nordsächsische Kommunen vom schnellen Netz der Telekom profitieren und mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit/s pro Sekunde ins Internet gehen. Damit hat der Nutzer einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet. Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen in Ultra HD gleichzeitig möglich.

Das Auftragsvolumen beträgt insgesamt 94 Millionen Euro, zu 90 Prozent finanziert von Bund und Land. Bis Ende 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Fragen und Antworten zum Breitbandausbau:

https://www.landkreis-nordsachsen.de/startseite_breitband.html

vergrößern Bildzeile: Landrat Kai Emanuel (links im Bild) und Staatssekretär Stefan Brangs beim Auftakt der Bauarbeiten in der Region Oschatz. Foto: Landratsamt/Bley

Die 28 Kommunen im Glasfaserausbau der Telekom im Landkreis Nordsachsen

  • Arzberg
  • Bad Düben, Beilrode, Belgern-Schildau
  • Cavertitz
  • Dahlen, Delitzsch, Dreiheide, Doberschütz, Dommitzsch
  • Elsnig
  • Jesewitz
  • Krostitz
  • Laußig
  • Liebschützberg, Löbnitz
  • Mockrehna, Mügeln
  • Naundorf
  • Oschatz
  • Rackwitz
  • Schönwölkau
  • Taucha, Torgau, Trossin
  • Wermsdorf, Wiedemar
  • Zschepplin