Gemäß Artikel 3 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang II Abschnitt III der  Verordnung (EG) Nr. 853/2004 vom 29. April 2004 mit spezifischen Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen Ursprungs, müssen Lebensmittelunternehmer, die Schlachthöfe betreiben, wichtige Informationen in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit einholen, prüfen und diesen Informationen entsprechend handeln.

Galten diese „Informationen zur Lebensmittelkette" bisher für Geflügel, Schweine und Mastkälber, müssen diese ab 01.01.2010 nun auch für alle Rinder, Schafe und Ziegen vom abgebenden Betrieb ausgestellt und beim Transport zum Schlachthof mitgegeben werden. Der Erzeuger übernimmt damit nach dem EU- Lebensmittelhygienerecht nachweislich die Verantwortung, dass von seinem Schlachttier keine gesundheitlichen Gefahren für den Konsumenten ausgehen.

Liegt diese Erzeugererklärung dem Schlachthof vor Beginn der Schlachtung nicht vor, dürfen die Tiere nicht geschlachtet werden.

Diese Erzeugererklärung beinhaltet unter anderem relevante Informationen in Bezug auf den Status des Herkunftsbetriebes der Tiere oder den Status der Region in Bezug auf die Tiergesundheit; die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Tiere, die den Tieren innerhalb eines sicherheitserheblichen Zeitraumes verabreichten und mit Wartezeiten verbundenen Tierarzneimittel; das Auftreten von Krankheiten, die die Unbedenklichkeit des Fleisches beeinträchtigen könnte; die Ergebnisse der Analysen von Proben, die den Tieren entnommen wurden, einschließlich der Proben, die im Rahmen der Zoonosen- und Rückstandsüberwachung und -bekämpfung entnommen wurden.

Weiterhin beinhaltet die „Information zur Lebensmittelkette" einschlägige Berichte über die früheren Schlachttier- und Schlachtkörperuntersuchungen von Tieren aus demselben Herkunftsbetrieb; Produktionsdaten, wenn diese das Auftreten einer Krankheit anzeigen könnten und  schließlich den Namen und die Anschrift desjenigen privaten Tierarztes, den der Betreiber des Herkunftsbetriebes normalerweise hinzuzieht.

Gemäß §10 Absatz I der Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von bestimmten Lebensmitten tierischen Ursprungs  (Tierische Lebensmittel- Hygieneverordnung- Tier- LMHV), muss die „Information zur Lebensmittelkette" als sog. Standarderklärung, nach Form und Inhalt dem Muster der Anlage  entsprechen.

Im Falle der elektronischen Übermittlung, gelten die Anforderungen an den Mindestumfang der Informationen entsprechend.

 

Der Amtstierarzt