Der Landkreis Nordsachsen verwaltet die ihm als öffentlicher Schulträger obliegenden Angelegenheiten als Pflichtaufgaben, welche im Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (SächsSchulG) geregelt sind.


Folgende Aufgaben nimmt hierbei das Sachgebiet Schulen (Amt für schulen und Bildung) wahr:

a) In Zusammenarbeit mit den Schulleiterinnen/Schulleitern und Leitern der Einrichtungen erfolgen:

      • die Verwaltung und Unterhaltung der Schulgebäude, Schulsportstätten und sonstigen Schuleinrichtungen;
      • die Errichtung, Änderung und Aufhebung von Schulgebäuden und Schulräumen;
      • die Ausstattung mit den notwendigen Lehr- und Lernmitteln;
      • die Bereitstellung von sonstigen erforderlichen Einrichtungen;
      • der Einsatz von Personal (u. a. Schulsekretärinnen und Hausmeister) einschl. Betreuung und Kontrolle;
      • die Haushaltsplanung, -durchführung und -kontrolle;
      • die Überlassung an Dritte (Vermietung von Sporteinrichtungen und Räumen in Schulgebäuden für außerschulische Nutzung und an Vereine u. dgl.);

b) Verwaltung der Kindereinrichtungen (Betreuungsangebote an den Lernförderschulen und der Heilpädagogischen Kindereinrichtung) und Bearbeiten von Betreuungsanträgen gemäß Satzung zur Nutzung von Kindereinrichtungen in Trägerschaft des Landkreises und Elternbeitragssatzung;

c) Fördermittelbearbeitung und Erstellung von Verwendungsnachweisen;

d) Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, dem Landesamt für Schule und Bildung - Standort Leipzig;

e) Schulnetzplanung, Schulentwicklungsplanung, Führen von Statistiken;

f) Stellungnahmen, Gremienbetreuung, Öffentlichkeits- und Dokumentationsarbeit;

g) Unterstützung des Kreiselternrates und Kreisschülerrates;

h) Bearbeitung der Bundesfreiwilligenstellen (für die Schulen).

 

Die Schulträgeraufgabe der notwendigen Beförderung der Schüler auf dem Schulweg (einschließlich der Bearbeitung von Anträgen auf Erstattung notwendiger Beförderungskosten) wird durch das Sachgebiet ÖPNV/Schülerbeförderung des Straßenverkehrsamtes wahrgenommen.

 

Sonstige obliegende Aufgaben:

Im Rahmen der Verwaltungs- und Funktionalreform im Freistaat Sachsen (1. August 2008) wurden auf der Grundlage eines durch eine Expertenkommission erarbeiteten Vorschlages Teile der staatlichen Aufgaben auf die Landkreise und Kreisfreien Städte übertragen. Folgende dabei aus dem Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus entfallenen Aufgaben werden seitdem wahrgenommen:

 

1) Treffen von Entscheidungen über das Ruhen der Schulpflicht von schulpflichtigen Einwohnern aus gesundheitlichen Gründen auf der Grundlage medizinischer und psychologischer Gutachten § 29 Absatz 1 SächsSchulG.

Über das Ruhen der Schulpflicht aus gesundheitlichen Gründen im Einzelfall entscheiden die Landkreise und Kreisfreien Städte für ihre schulpflichtigen Einwohner auf der Grundlage medizinischer und psychologischer Gutachten.

  • Erforderliche Unterlagen:
      • schriftlicher formloser Antrag durch die Sorgeberechtigten unter vorheriger Abstimmung mit dem Schulleiter/in
    • Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten zwecks Einholung notwendiger Auskünfte(PDF, 158 kB)
    • medizinische und/oder psychologische Gutachten mit Aussagen zur Schulfähigkeit für einen betreffenden Zeitraum
      (alternativ: Beantragung eines Vorstellungstermins beim Amtsarzt/Gesundheitsamt über das Schul- und Liegenschaftsamt)
    • ggf. Stellungnahme der zuletzt besuchten Schule bzw. an welcher die/der Schulpflichtige angemeldet ist

 

Ihre Anfrage/n können Sie über folgende Kontaktmöglichkeit stellen.

 

2) Treffen erforderlicher Maßnahmen, sofern die Schulanmeldepflichten betreffend schulpflichtiger Einwohner nicht erfüllt werden (§ 31 Absatz 4 SächsSchulG).

Die Eltern haben ihre schulpflichtigen Kinder anzumelden und dafür zu sorgen, dass der Schüler an Veranstaltungen nach § 26 Absatz 2 Sächsisches Schulgesetz (SächsSchulG) teilnimmt. Sie sind verpflichtet, den Schüler für die Teilnahme an den Schulveranstaltungen zweckentsprechend auszustatten und den zur Durchführung der Schulgesundheitspflege erlassenen Anordnungen nachzukommen.
Den Beginn der Schulpflicht regelt § 27 SächsSchulG, Dauer und Ende der Schulpflicht regelt § 28 SächsSchulG.
Die Schulpflicht wird grundsätzlich durch den Besuch einer Schule in öffentlicher Trägerschaft oder einer genehmigten Ersatzschule erfüllt. Die Schulaufsichtsbehörde (Landesamt für Schule und Bildung) kann Ausnahmen zulassen, insbesondere zur zeitweisen Alternativbeschulung im Rahmen jugendhilflicher Angebote auf der Basis eines Hilfeplans gemäß § 36 des Achten Buches Sozialgesetzbuch.

 

Zwecks Mitteilung einer Verletzung der Schulanmeldepflicht von Eltern, deren Kinder schulpflichtige Einwohner des Landkreises Nordsachsen sind, kann folgendes Muster-Formular(DOCX, 25 kB) verwendet werden.

Ihre Anfrage/n können Sie über folgende Kontaktmöglichkeit stellen.

 

Siehe auch externe Informationen:

 

3) Unterstützungsangebote bei ausserhäuslicher Unterbringung für Schüler mit Hauptwohnsitz im Landkreis Nordsachsen (§ 38a SächsSchulG, SächsSchulULeistVO)

Mitarbeiter

Torgau

  • Olaf Mescheder Sachgebietsleiter SG Schulen Amt für Schulen und BildungZimmer: 104 Fischerstraße 26 04860 Torgau Tel.:03421 758 - 7180 Fax:03421 75885 -7110 Standort
  • Herr Born Sachbearbeiter (Unterstützungsangebote bei außerhäuslicher Unterbringung von Schülern, Schulanmeldepflicht, Ruhen der Schulpflicht, u. a. m.) Sachgebiet SchulenZimmer: 107 Fischerstraße 26 04860 Torgau Tel.:03421 758-7186 Fax:03421 75885-7110 Standort

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