Jäger müssen tot aufgefundene sowie krank erlegte Wildscheine (Indikatortiere) sofort melden. Das ist eine Forderung aus der Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen zum Schutz gegen die Afrikanischen Schweinepest (ASP), die seit dem 20.10.2020 für den gesamten Freistaat gilt. Im Falle einer Einschleppung des ASP-Erregers ist eine Früherkennung von zentraler Bedeutung für die effektive Tierseuchenbekämpfung.

Neben der Anzeigepflicht gilt für Jäger auch die Mitwirkungspflicht. Das bedeutet, die Jagdausübungsberechtigten sind aufgefordert, bei der Kennzeichnung, Bergung und Entsorgung der Indikator-Tiere mitzuwirken und diese Maßnahmen zu dulden. Die Verantwortung dafür obliegt dem örtlich zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt. Dem Jagdausübungsberechtigten wird der Aufwand des Meldens tot aufgefundener sowie krank erlegter Wildschweine mit 30 Euro und die Unterstützung der Bergung und Beseitigung ebenfalls mit 30 Euro je Wildschwein entschädigt.

Es ist daher bei jedem Indikator-Tier im Landkreis Nordsachsen das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landratsamtes zu kontaktieren – während der Dienstzeit telefonisch unter der 03421/758-5202 und nach Dienstschluss über die Integrierte Rettungsleitstelle Leipzig 0341/55004-4000.

Die Allgemeinverfügung im Wortlaut: Tierseuchenverhütung und -bekämpfung, Afrikanische Schweinepest (ASP), Anzeigepflicht und Mitwirkung der Jagdausübungsberechtigten

 

Mitarbeiter

Delitzsch

  • Dr. Aline Hüller-Krah Sachgebietsleiterin Tierseuchenbekämpfung/Tiergesundheit SG Tiergesundheitsschutz/Tierschutz und Tierarzneimittelüberwachung Richard-Wagner-Straße 7 a 04509 Delitzsch Tel.:03421 758-5227 Standort

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