Dahlen

Stadtwappen Dahlen - das Tor zur Dahlener Heide

Direkt an der Verbindungsstraße zwischen Oschatz und Torgau liegt am südlichen Rand des gleichnamigen Waldgebietes Dahlen, was ihr auch den Namen „Das Tor zur Dahlener Heide" gab.

Dahlen, welches erstmalig im Jahre 1188 urkundlich erwähnt und auf eine slawische Ortsgründung zurückzuführen ist, (Dolane = Talbewohner) besitzt seit 1228 Stadtrechte. Es erlebte im Laufe seiner Entwicklung immer wieder schwere Rückschläge durch verheerende Stadtbrände, Kriege, Pest und Hungersnöte. Bedingt durch seine günstige Lage im Bereich einer wichtigen Handelsstraße war es der Stadt immer wieder möglich, sich wirtschaftlich zu erholen. Der spätere Anschluss an eines der ältesten Bahnstrecken, Leipzig - Dresden, förderte weiterhin die Entwicklung.

Ausgeprägte Land- und später die Forstwirtschaft gaben Dahlen seit jeher den typischen Charakter eines Ackerbürgerstädtchens, in dem kleine Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie der Handel sich entwickeln konnten. Der Markt mit Rathaus, im Jahre 1888 in seiner heutigen Form erbaut, sowie den angrenzenden Bürgerhäusern geben dem Stadtkern ein harmonisches Bild.

Ganz in der Nähe befindet sich auch das kleine Heimatmuseum mit seinen heute noch funktionierenden Musikautomaten sowie einer kleinen Waffensammlung.

Nicht zu übersehen ist die Stadtkirche „Unser lieben Frauen", die auf eine über 500jährige Geschichte zurückblicken kann und auf den Fundamenten einer im Jahre 1136 erbauten dreischiffigen Basilika errichtet wurde. Besonders sehenswert ist neben dem Annenaltar das an der Südseite des Hohen Chores befindliche Wandgemälde, den heiligen Christophorus mit Christuskind darstellend, sowie das romanische Kruzifix aus Sandstein.

Ein Kleinod spätbarocker Baukunst war das Schloss, welches der kursächsische Staatsminister Graf Heinrich von Bünau in der Zeit von 1744 bis 1751 erbauen ließ. Auch wegen seiner künstlerischen Ausmalung durch Adam Friedrich Oeser zählte das Schloss zu einer der schönsten Herrensitze in Sachsen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten brannte es am 20. März 1973 vollständig aus.

In die Geschichte ging Dahlen ein mit der Unterzeichnung des Hubertusburger Friedens nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges. Der Preußenkönig Friedrich II. unterschrieb hier am 12. Februar 1763 im Dahlener Schloss das Friedenstraktat.

Einer Legende nach ist Dahlen auch als Sackhupperstadt bekanntgeworden. Darüber gibt es mehrere Erzählungen.

Ein Fuhrwerksbesitzer, der um 1870 Frachten nach Schmannewitz, Sitzenroda, Torgau machte, veranstaltete jährlich ein Kinderfest und dachte sich als neuen Spaß das Sackhuppen aus. Dieses Sackhuppen könnte er aus der Sage entnommen haben.

Auf Grund dieser Sage kann man sich den Sackhupper auf dem Marktplatz erklären.

Über die Landesgrenzen hinaus hat sich die am Ortsausgang gelegene Jugendherberge, eine der schönsten in Sachsen, einen Namen gemacht. Gruppen- aber auch Einzeltouristen können hier Unterkunft und Erholung finden.

Dahlen ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege in die Dahlener Heide, mit vielen Sehenswürdigkeiten:

Rathaus Dahlen Rathaus Dahlenvergrößern
  • Marktplatz mit Rathaus und "Sackhupper" und Brunnen
  • Schloss mit Stadtpark
  • Heimatmuseum
  • Stadtkirche "Unser lieben Frauen"
  • Schwanenteich, unterhalb der Kirche
  • Jugendherberge Dahlen

Bitte besuchen Sie uns auch auf unserer Internetseite unter: www.dahlen.de