Doppelinfektion vermeiden: Gesundheitsamt rät zur Grippeschutzimpfung

Jedes Jahr im Herbst wird die Bevölkerung zur Grippeschutzimpfung aufgerufen, insbesondere Risikogruppen wie Ältere, Schwangere und Vorerkrankte, da bei diesen die „echte Grippe“ – die Influenza - oft einen besonders schweren Verlauf nimmt. Da nun auch noch das neuartige SARS-CoV-2-Virus umgeht, welches zur schweren Atemwegserkrankung Covid-19 führen kann, sollte eine Doppelinfektion unbedingt vermieden werden. Die Grippeschutzimpfung ist trotz der von Saison zu Saison unterschiedlichen Wirksamkeit die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Influenza-Viren. Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten. Gegen das Corona-Virus gibt es bislang keinen in Deutschland zugelassenen Impfstoff.

Ein sogenannter grippaler Infekt, also eine normale Erkältung, verläuft meist harmlos. Völlig anders ist es bei einer richtigen Grippe: Erreger dieser leicht übertragbaren Krankheit sind die Influenza-Viren. Beim Sprechen, Niesen oder Husten gelangen sie in kleinsten Tröpfchen in die Luft und gelangen auf diesem Weg von einem Menschen zum anderen.

Eine Influenza beginnt meist plötzlich mit heftigen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten sowie einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Bei schweren Verläufen kann es zu Lungen- oder Herzmuskelentzündungen kommen. Die Influenza an sich und deren Ausbreitung sowie die Schwere der hervorgerufenen Erkrankung sind nicht vorhersagbar.

Den besten Schutz bietet eine Impfung ab Oktober bis Ende November, also kurz vor Beginn der Grippesaison. Wer glaubt, durch die letztjährige Impfung noch ausreichend geschützt zu sein, der irrt: Viren erweisen sich als äußerst flexibel und variabel. Schon aus diesem Grund muss der Impfstoff ständig neu angepasst werden und daher eine jährliche Auffrischung erfolgen.
Eine hohe Impfquote schützt im besten Fall nicht nur die geimpfte Person, sondern bremst auch die Grippewelle. Denn eine geringere Anzahl an Erkrankten vermindert automatisch die Zahl der potenziellen Ansteckungskontakte.

Die Grippeschutzimpfung wird von den niedergelassenen Haus-, Kinder- und Frauenärzten angeboten, teilweise auch von Betriebsärzten. Gleichfalls ist es möglich, sich im Gesundheitsamt impfen zu lassen. Dafür ist eine telefonische Terminvereinbarung unter 03421/758-6303 für Torgau und Oschatz bzw. 03421/758-9405 für Delitzsch und Eilenburg notwendig. Zur Impfung mitzubringen sind Chipkarte und Impfausweis.