13.09.2012 - Der Kreiselternrat informiert:

Der Kreiselternrat Nordsachsen unterstützt zu 100% die Forderungen des Landesschülerrates Sachsen und bestätigt aus seiner täglichen Arbeit die Ergebnisse und Einschätzungen bezüglich des Ausfalls der Unterrichtsstunden.

Auch wir haben versucht, den Ausfall in einzelnen Schulen zu messen und zu belegen. Unsere Ergebnisse sind leider nicht so breit aufgestellt, dass sie repräsentativ sein können, aber auch wir sind bei unseren Erhebungen auf eine Quote über das Schuljahr gerechnet, von knapp 15% der Schulstunden gekommen, die nicht entsprechend dem Lehrplan abgehalten werden können.

Von diesen 15% werden die gut die Hälfte der Stunden wenigstens noch in Vertretung gehalten, oft in anderen Fächern oder von Lehrern, die nicht wissen, wo die Klasse im Lehrplan steht. So ist dieser Unterricht, selbst wenn er gehalten wird, nie annähernd so gut wie vom eigentlichen Fachlehrer laut Plan gehaltener Unterricht.

Die andere Hälfte ist problematischer, denn oft fällt der Unterricht komplett aus, z.B. bei längeren Erkrankungen der Lehrer, bei denen die Genesung nicht absehbar ist und das über Wochen und manchmal auch Monate. In manchen Schulklassen gibt es Stillbeschäftigungen, die manchmal wenigstens noch eine Person beaufsichtigt. Weitere Beispiele sind Hausarbeiten oder Themen zum selbst erarbeiten. In verschiedenen Schulen stehen sogar größere Schüler mal vor einer Klasse. Da es natürlich auch viele Schulleiter gibt, die mit ihren Elternvertretern sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten, wissen wir auch, dass die Zählweise des Ministeriums vorgegeben ist und wir Eltern eine ganz andere Vorstellung haben.

Natürlich gibt es in den meisten Schulen zu der Zahlen, die dem Ministerium nach ihrer eigenen Rechenweise gemeldet werden, noch die Zahlen über den wirklichen Ausfall. Diese Zahlen sind wirklich besorgniserregend und bestätigen die Zahlen des Landesschülerrates, auch wenn eine Erhebung über einen so kurzen Zeitraum nie völlig korrekt sein kann. Dazu meint Andreas Geisler, stellvertretender Vorsitzender: Wenn die Frau Ministerin meint, die Vorwürfe der Schülervertreter sind haltlos dann, ist sie entweder schlecht informiert oder auf einem Auge blind.

Thomas Pfeil, Kreiselternrat-Vorsitzender ergänzt: Die Unruhe an den Schulen muss ein Ende haben. Bis zum ersten Schultag war in vielen Schulen nicht klar, wie der Stundenplan aussieht und wer vor welcher Klasse steht. Fazit: Das neue Schuljahr beginnt genauso, wie das alte endete und führende Regierungspolitiker, wie Herr Kupfer bei der Übergabe unserer Petition, reden die Probleme klein und nehmen sie nicht war.