18.02.2013 - Der Kreiselternrat informiert:

Brauchen unsere Kinder wirklich Smartphones? Und wenn sie unbedingt eins brauchen, muss es dann in der Schule angeschaltet sein?

Solchen Fragen stellen sich Elternvertreter immer wieder. Da gerade wieder einmal in der LVZ darüber gesprochen wurde, wollen wir uns dem Thema auch nicht verschließen. Natürlich möchten wir nicht diejenigen sein, welche mit erhobenem Zeigefinger dastehen und immer die richtige Lösung parat haben. Aber wir möchten zum Nachdenken anregen.

1. Handys sind eine tolle und sicher auch sehr nützliche Erfindung: Für Schulkinder, die immer größere Entfernungen zwischen Elternhaus und Schule zurücklegen sowie angesichts der heute üblichen Ausfall- und Stundenänderungsquote durchaus empfehlenswert. Bei Kindern in weiterführenden Schulen ersetzen sie oft Kalender und Hausaufgabenheft. Wir möchten sogar behaupten, viele logistische Probleme moderner Familien lassen sich in einer Welt, in der möglicherweise zu wenig Zeit bleibt, um genügend miteinander zu sprechen, am besten mit Handys lösen. Ob das so sein muss, möchten und können wir nicht abschließend beurteilen.

2. Smartphones verleiten natürlich auch zum Schummeln. Da unsere Kinder in die Schule gehen, um sich Fachwissen anzueignen und nicht um zu lernen, wie man schummelt, wird es dort bedenklich.
Ganz abgesehen davon, dass Fotos und Videos jeglicher Art in Schulen nichts zu suchen haben und man Freiheit nur so lange gut heißen kann, wie es die Rechte Anderer nicht beeinflusst.

3. Nun kann man sicher in der Hausordnung und in schulspezifischen Regelungen den Umgang mit Handys regeln. Eine Regelung, die besagt, alle Handys werden beim Betreten des Schulgeländes ausgeschaltet, in der Tasche verstaut und verbleiben dort bis zum Verlassen des Selbigen, kann helfen. Natürlich bedarf es dann intelligenter Lösungen für Notfälle wie Stundenplanänderungen und Ausfälle. Einige Schulen haben sich strenge Regeln gegeben, andere überlegen noch und einige Schulen lehnen es ab.

Fazit: Egal was wir sagen, es gibt immer Gegenargumente. Aber sollten wir als Eltern, denen das Schicksal unserer Kinder im besonderen Maße am Herzen liegt, nicht schon bei der Erziehung und dem Heranführen an den Umgang mit der modernen Kommunikationstechnik so helfend eingreifen, dass unsere Kinder eigenverantwortlich damit umgehen können? Oder schaffen wir das nicht mehr und bedarf es grundsätzlicher Regelungen. Wir als Kreiselternrat möchten aufrütteln, zum Nachdenken aufrufen und das, wie gesagt, ohne erhobenem Zeigefinger, wohl aber sehr nachdenklich!