03.05.2013 – Der Kreiselternrat informiert

Auskunft an die Oschatzer Zeitung auf Anfrage

Der KER Nordsachsen hat sehr wohl Unterrichtsausfall an verschiedenen Schularten in Nordsachsen registriert.
Inakzeptabel ist planmäßiger Unterrichtsausfall zu Schuljahresbeginn, z.B. an Förderschulen. An dem Unterrichtsausfall an sich werden wir erst einmal nichts ändern können. Gefühlt fehlen immer noch Lehrer. Solange es nicht genügend Lehrer gibt, die eingestellt werden können, wird es den Stundenausfall geben. Auf dem Rücken der Lehrer sollte es nicht weiter ausgereizt werden, da diese schon erheblich überlastet sind. Zum Schluss geht der Hilferuf nur in eine Richtung und zwar nach Dresden zum Kultus, denn dort ist jetztnachzubessern. Es muss endlich mal jemand dem Finanzminister klar machen das gute Bildung Geld kostet und das schlechte Bildung in der Folge noch teurer wird. Wenn man zum ersten Schultag theoretisch 100 % Lehrerabdeckung hat fällt Unterricht aus sobald auch nur einer Krank wird oder aus anderen Gründen ausfällt, da braucht es Reserven im System. Hier werden wir als Eltern ohnmächtig zuschauen müssen, denn organisatorischen von Seiten der SBAL scheint alles ausgereizt zu sein.
Der Vorstand begrüßt die Ergebnisse des Runden Tisches, dass Stillarbeit als Unterrichtsausfall zählt, wenn es nicht von einem Fachlehrer vor- und nachbereitet wird. Allerdings kann sich durch diese Regelung die Ausfallstatistik weiter zu Ungunsten verschieben. Generell sollte stets der tatsächliche Ausfall dokumentiert werden und keine Statistiken geschönt werden, das fordern wir Elternräte schon länger. Denn nur durch ehrliches Anerkennen kann man dem tatsächlichen Problem begegnen. Politiker sollten keine Sonntagsreden über Bildung halten, sondern sich die Probleme bei uns hier vor Ort selber anschauen. Jede Stunde die ausfällt, ist eine zu viel und im Sinne unserer Kinder werden wir weiter für eine drastische Senkung der Ausfallquote streiten.