Spätstarter

 

AusBILDUNG wird was - Spätstarter gesucht


Die Initiative "AusBILDUNG wird was - Spätstarter gesucht" verfolgt das Ziel, insbesondere junge Erwachsene ab einem Alter von 25 Jahren ohne oder mit einem nicht mehr verwertbaren Berufsabschluss anzusprechen und für eine reguläre Ausbildung oder eine abschlussorientierte Qualifizierung zu gewinnen.

Gleiches gilt auch für gering qualifizierte Arbeitnehmer/-innen oder Berufsrückkehrer/-innen ab diesem Alter. "Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften steigt. Mit einer beruflichen Ausbildung ist eine gute Basis für den beruflichen Erfolg gelegt", wirbt Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg.


Die klassische betriebliche Berufsausbildung richtet sich an die Schulabgänger/-innen. Jedoch reicht aufgrund der demographischen Entwicklung das Angebot an jungen heranwachsenden Menschen nicht mehr aus, um auf diesem Wege den ständig wachsenden Bedarf an gut qualifizierten Arbeitskräften zu decken - sowohl Arbeitsuchende wie auch Arbeitgeber/-innen müssen neue Wege gehen.

Ausbildungsplätze sollten unabhängig vom Eintrittsalter des zukünftigen Azubis besetzt werden. Auch sollte der Ausbildungsbedarf durch betriebliche Einzelumschulung oder Ausbildung in Teilzeit (vor allem für Bewerber/-innen mit Kind) gedeckt werden.

 

Erstausbildung für junge Erwachsene


Um die Wirtschaft bei der Bereitstellung potentieller Fachkräfte zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit die gemeinsame Initiative "Erstausbildung junger Erwachsener" ins Leben gerufen.


Für Michaela Ungethüm, Geschäftsführerin des Jobcenter Nordsachsen, ist die Initiative ein Handlungsschwerpunkt: "Wir möchten junge Menschen motivieren, ihre Qualifikation und damit ihre Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung zu erhöhen", erklärt Michaela Ungethüm. "Die Praxis zeigt, Arbeitnehmer/-innen mit abgeschlossener Berufsausbildung werden besser entlohnt als angelernte Arbeitskräfte und sind im Durchschnitt seltener arbeitslos."

 

Neue Chance für Christian Schmidt


Christian Schmidt ist ein Beispiel dafür, dass diese Motivation Früchte tragen kann. Der 25-jährige Bad Dübener entschloss sich, erneut eine Ausbildung zu beginnen. Nach absolvierter schulischer Ausbildung und fast zwei Jahren Arbeitslosigkeit begann er im Jahr 2008 eine Berufsausbildung zum Fachinformatiker in Leipzig, die jedoch ohne Abschluss endete. Darauf folgte erneut eine kurze Phase der Arbeitslosigkeit und befristete Beschäftigungen. "Wenn man immer nur kurze Zeit in Arbeit bleibt und dann wieder gehen muss, beginnt man schon, an sich zu zweifeln", erzählt der 25-Jährige.

Das muss er nun nicht mehr. Denn seit Anfang des letzten Jahres macht der junge Mann erneut eine Ausbildung zum Fachinformatiker und möchte diese unbedingt erfolgreich abschließen. "Denn ohne eine abgeschlossene Ausbildung hat man heutzutage kaum noch eine Chance, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", so Christian Schmidt.

"Beispiele wie diese zeigen, dass es für eine Ausbildung nie zu spät ist. Eine erfolgreiche Ausbildung ist der Grundstein für eine sichere berufliche Existenz, notfalls auch im zweiten oder dritten Anlauf. Wer sich nach mehreren Misserfolgen zu solch einem Schritt traut und die Ausbildung erfolgreich zu Ende bringt, hat meinen Respekt",

hebt Cordula Hartrampf-Hirschberg heraus.

 


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