Hintergrund und Zielsetzung

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen, wie dem demografischen Wandel, dem anhaltenden wirtschaftlichen Strukturwandel, der fortschreitenden Digitalisierung, neuen Trends in der Arbeitswelt und sich verändernden Ansprüchen der Menschen an ihr Wohn- und Lebensumfeld, ergeben sich Handlungsbedarfe, die ein strategisches Vorgehen des Landkreises erfordern.

Das KEK 2030 bildet in diesen Zusammenhang ein strategisches Instrument, das zum einen Leitlinien der zukünftigen Kreisentwicklung aufzeigt und zum anderen als übergeordnete Konzeption Einzelthemen und Fachkonzepte in einen nachvollziehbaren Gesamtzusammenhang stellt.

Das KEK setzt sich aus verschiedenen Handlungsfeldern zusammen, für welche jeweils ein spezifisches Leitbild erarbeitet wird. Diese handlungsfeldbezogenen Leitbilder werden mit strategischen Zielen und Teilzielen unterlegt. Die Umsetzung dieser Zielsetzungen erfolgt über Projekte und Maßnahmen, die im KEK ebenfalls definiert werden.

Schematischer Aufbau des KreisentwicklungskonzeptesFoto: vergrößern Durch seinen dynamischen Aufbau kann das KEK fortwährend durch das Einbringen neuer Projekte und Maßnahmen an veränderte Rahmenbedingungen angepasst sowie als Gesamtkonzept über den Zeithorizont 2030 hinweg fortgeschrieben werden.

Begonnen wurde die Arbeit am Kreisentwicklungskonzept offiziell Ende 2018 – der erste Schritt auf dem Weg zum KEK wurde aber bereits 2017 mit der Demografiestudie Nordsachsen gemacht. In seinem Abschlussbericht konstatierte das IFL aus Leipzig dem Landkreis Nordsachsen eine im hohen Maße differenzierte demografische Struktur sowie lokale Erreichbarkeitsdefizite, aus denen unterschiedliche Entwicklungspotentiale und –risiken in den Teilregionen resultieren. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass im Rahmen des Projektes KEK 2030 auch lokale Besonderheiten berücksichtigt werden müssen, um einen gesamtheitliche positive Entwicklung für den Landkreis zu erzielen.

Die Gesamtkosten für die Erstellung des Kreisentwicklungskonzeptes belaufen sich auf 114.240,00 EUR, wovon 75 Prozent über die Richtlinie zu Förderung der Regionalentwicklung (FR-Regio) gefördert werden.