Am 25. September 2023 beginnen im Landkreis Nordsachsen die Bauarbeiten für temporäre Wildabwehrzäune, mit denen die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindert werden soll. Sie sind Teil der sogenannten Westbarriere, die der Freistaat Sachsen in den Landkreisen Nordsachsen, Mittelsachsen und Meißen errichtet. Das ASP-Virus hat sich seit Ende Oktober 2020 bereits über den gesamten Landkreis Görlitz sowie Teile der Landkreise Bautzen und Meißen ausgedehnt.

In Nordsachsen ist es bislang noch nicht aufgetreten.

Die Zäune begrenzen künftig einen Schutzkorridor, der frei von Wildschweinen gehalten werden soll. „Das Virus findet im Schutzkorridor keinen Wirt, wodurch die Infektionskette unterbrochen und die weitere Ausbreitung zwischen Wildschweinen verhindert wird“, erklärt Dr. Barbara Lemm, Leiterin des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramts (LÜVA) Nordsachsen. 

Gebaut wird in den Kommunen Mügeln, Naundorf, Oschatz, Liebschützberg und Cavertitz. Die betroffenen Grundstückseigentümer wurden vorab über die anstehenden Arbeiten informiert. Sie sind verpflichtet, die Errichtung und auch die spätere Wartung der Anlage zu dulden.

Der genaue Trassenverlauf ist im Geoportal https://cardomap.landkreis-nordsachsen.de/ unter dem Thema „Aktuelles - Wildabwehrzaun“ zu sehen.

ein Wildschwein im Wald

Schutzzäune sollen verhindern, dass sich im Landkreis Nordsachsen die Afrikanische Schweinepest ausbreitet. Foto: vladimircech/Freepik