Kirgisischer Besuch in Nordsachsen: Landrat Kai Emanuel hat heute Vormittag (26.03.) die Leiterin der Berufsschule Nr. 100 aus der Hauptstadt Bischkek, Indira Kuralbekova, empfangen. Die international vernetzte Einrichtung bildet gefragte Fachkräfte für erneuerbare Energien aus. „Seit zwei Jahren haben wir enge Beziehungen zu den Universitäten Bischkek und Karakol, nun wollen wir auch auf Ebene der Berufsschulen kooperieren“, sagte der Landrat. Zwölf kirgisische Hochschulabsolventen arbeiten bereits in nordsächsischen Unternehmen der Glasindustrie. Sie hatten den Landkreis während ihres Studiums bei einem Praktikum kennengelernt. „Diesen Weg zur Fachkräftegewinnung setzen wir auch weiterhin fort“, so Kai Emanuel.

Nach ihrem Gespräch mit dem Landrat in Delitzsch besuchte die kirgisische Direktorin das Berufliche Schulzentrum „Rote Jahne“ Eilenburg, informierte sich über dessen Angebote und besichtigte die Lehrwerkstätten. Ihr besonderes Interesse galt dabei der dualen Ausbildung. Wie die Verbindung von Theorie und Praxis hierzulande funktioniert, erfuhr sie anschließend auch bei einem Unternehmensrundgang in der EBAWE Anlagentechnik GmbH in Eilenburg.

Seit September 2024 pflegen der Landkreis Nordsachsen und die kirgisische Region Issyk-Kul eine offiziell vereinbarte Zusammenarbeit. Sie richtet sich vor allem auf die Bereiche Wirtschaft, Bildung und Kultur. Beim Besuch des kirgisischen Botschafters im Oktober 2025 in Torgau wurde zudem die Gründung eines Nordsächsisch-Kirgisischen Fördervereins auf den Weg gebracht.

Landrat Kai Emanuel begrüßt Direktorin Indira Kuralbekova mit einem kleinen Geschenk zur Erinnerung an ihren Besuch in Nordsachsen. Foto: LRA/Bley