Die Digitalisierung ist längst auch auf dem Hochsitz angekommen. Per Smartphone können Jäger am Wildmonitoring teilnehmen. Dabei werden bestimmte Tierarten systematisch erfasst und damit auch überwacht. Im Landkreis Nordsachsen kümmert sich die Untere Jagdbehörde um die organisatorischen Aspekte.

Rund 60 Prozent der Jagdberechtigten in Nordsachsen nutzen das digitale Werkzeug bereits. Sie tragen nicht nur dazu bei, im Rahmen des Artenschutzes und für die Hege des Wildes genauere Kenntnisse über dessen Vorkommen und Bestand zu gewinnen. Zudem sparen sie bares Geld für die nach dem Erlegen eines Wildschweines obligatorische Beprobung auf Trichinen-Befall. Denn die Kosten von 19 Euro werden nach einer Neuregelung durch den Freistaat Sachsen nur noch dann übernommen, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Erstens muss der Schwarzkittel in Sachsen erlegt worden sein und zweitens die Probenahme zur Untersuchung auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) in der digitalen Wildmonitoring-Anwendung dokumentiert werden.

Beim Landratsamt angemeldet wird die Nutzung des digitalen Werkzeugs durch den Revierinhaber. Dieser kann anschließend weitere Jäger des Reviers hinzufügen. Infos zum genauen Ablauf gibt es bei der Unteren Jagdbehörde, erreichbar per E-Mail an UntereJagdbehoerde@lra-nordsachsen.de sowie telefonisch unter 03421/758-5335 oder -5329.

Hinweis: Die Briefkästen für den Einwurf der Trichinenproben werden an allen Standorten des Landratsamtes am 14. und 15. Mai aufgrund des Feiertags und des folgenden Brückentags nicht bedient. Eine Probenabgabe ist am 13. Mai bis 10 Uhr und danach wieder ab 18. Mai möglich.