Sie sollen Orte der Begegnung und für Gespräche werden: Insgesamt 30 sogenannte Plauderbänke hat der Landkreis Nordsachsen seinen Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt. Über die genauen Standorte bestimmen die Kommunen. Finanziert wird das Projekt aus Landesmitteln.
Die Idee, Plauderbänke auch nach Nordsachsen zu holen, hatte die Stabsstelle Soziale Vielfalt des Landratsamtes Nordsachsen gemeinsam mit dem Seniorenbeauftragten des Landkreises entwickelt. „Zum einen kann man dort Zeit schenken und zuhören, zum anderen lässt sich Platz nehmen und das Gespräch suchen. Ob Plausch, Diskussion oder einfach nur Gesellschaft: Die Bank soll Menschen zusammenbringen und Einsamkeit entgegenwirken“, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Antje Eberlein von der Stabsstelle Soziale Vielfalt.
Bei den Kommunen sind die Plauderbänke auf breites Interesse gestoßen. In den ersten Orten haben sie bereits einen Platz gefunden, so zum Beispiel am Begegnungszentrum Zwochau am Gemeindeamt Wiedemar, am Mehrgenerationenhaus Dommitzsch oder an der Begegnungsstätte „Lindencafé“ in Doberschütz. Hergestellt hat die massiven Sitzmöbel, in deren Rückenlehnen gut sichtbar die Inschrift „Plauderbank“ geprägt ist, eine Holzwerkstatt für Menschen mit Behinderungen in Grimma. Zum Lieferumfang gehört auch ein Faltschloss aus gehärtetem Carbonstahl, um Bankräuber abzuschrecken.

Antje Eberlein vom Landratsamt Nordsachsen (l.) und Sophia Maria Lenz von der Stadtverwaltung Belgern-Schildau mit der Plauderbank für die Rolandstadt. Foto: LRA/Stöber