Ab sofort bereichert ein kunstvolles Brettspiel aus der westböhmischen Stadt Eger (Cheb) als hochkarätiger Gast die Ausstellung „Torgau. Residenz der Renaissance und Reformation“ auf Schloss Hartenfels. Das Brettspiel stammt ursprünglich aus der Dresdner Kunstkammer und ist mit seiner Darstellung des Ritterheiligen Georg eine ideale Ergänzung für den Bereich „Johann Georg I. und der Dreißigjährige Krieg“.
Die Dauerausstellung der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zeigt seit 2018 eine Reihe außergewöhnlicher Exponate, die aufgrund ihrer Seltenheit immer wieder als Leihgaben angefragt werden. So ersetzt das Brettspiel ein historisches Trinkspiel in Kanonenform, das vorübergehend für die Sonderausstellung „Auf Ex! Willkommpokale im Grünen Gewölbe“ in die Landeshauptstadt zurückkehrt.
Die Leiterin des Ausstellungsbereichs von Schloss Hartenfels, Lydia Klöppel, freut sich über das neue Exponat: „Es unterstreicht die Dynamik der Ausstellung und die enge Verbindung zwischen Schloss Hartenfels und Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Und es ist ein wunderbarer Grund für einen Besuch oder ein Wiedersehen der Ausstellung.“
Marius Winzeler, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, ergänzt: „Die aus vielfarbigen Hölzern geschaffene Brettspielkassette mit 30 Spielsteinen stammt aus dem Nachlass von Kurfürstin Magdalena Sibylla, der Gemahlin Johann Georgs II. von Sachsen. Es handelt sich um ein Meisterwerk der Egerer Reliefintarsien-Kunst, welches nun für die nächsten Monate im Torgauer Schloss Hartenfels als Botschafter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein zusätzliches Glanzlicht setzt.“

Kuratorin Dr. Christiane Nagel von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden beim Aufbau des Brettspiels in der Ausstellung auf Schloss Hartenfels. Foto: LRA/Stöber