Das Stadtfest „Torgau leuchtet“ vom 2. bis 4. Oktober erinnert auch an die Weihe der Kapelle auf Schloss Hartenfels im Oktober 1544. An allen drei Tagen öffnet die einzige von Martin Luther persönlich eingeweihte Kirche daher von 10 bis 17 Uhr ihre Pforten für Besucher. Einschränkungen gibt es am Freitag (02.10.) von 14 bis 16 Uhr. Dann wird die Schlosskapelle zur Bühne für die diesjährige Verleihung des Katharina-von-Bora-Preises. Zudem steht am Sonntag um 10.30 Uhr der öffentliche Festgottesdienst zur Kirchweih auf dem Programm.
Die Torgauer Schlosskapelle gilt als Prototyp des protestantischen Kirchenbaus, ist ein authentisches Zeugnis der Reformation und von herausragender kunsthistorischer, historischer und religiöser Bedeutung, was auch die Bewerbung um den UNESCO-Welterbetitel unterstreicht. Verbinden lässt sich die Besichtigung mit einem Besuch der Dauerausstellung „Standfest. Bibelfest. Trinkfest.“ im Schlossflügel B. Diese erzählt multimedial von der Lebenswirklichkeit des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen, einem Kämpfer für die Reformation und engen Vertrauten Martin Luthers. Höhepunkt ist der Blick von der kurfürstlichen Empore in die Schlosskapelle.
Die Dauerausstellungen „Standfest. Bibelfest. Trinkfest.“ und „Torgau. Residenz der Renaissance und Reformation“ sowie die Sonderausstellung „Fairytales – Geschichten aus dem Märchenschloss“ sind während des dreitägigen Stadtfestes von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Das Kombiticket für alle drei Expositionen kostet sechs Euro, ermäßigt fünf Euro; für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist der Eintritt frei.

Blick in die Torgauer Schlosskapelle. Foto: Wolfgang Sens