Nordsachsens Straßenmeistereien im Hitzeeinsatz: Aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen wurden von Freitag (26.06.) bis Sonntag (28.06.) regelmäßige Kontrollfahrten angeordnet sowie eine Rufbereitschaft eingerichtet. An besonders anfälligen Straßenabschnitten konnten größere Schäden im „schwitzenden Asphalt“ durch das Streuen von Splitt verhindert werden. „Wir haben dafür unsere Winterdiensttechnik genutzt, mit der sonst Tausalz gestreut wird“, berichtet Straßenbauamtsleiter Uwe Schmidt. Geholfen habe auch die geringere Verkehrsbelastung am Wochenende.

Splitt hat eine abstumpfende Wirkung und verhindert, dass aufsteigendes, verflüssigtes Bitumen beispielsweise an LKW-Reifen haften bleibt und aus der Fahrbahn gerissen wird. So streute die Straßenmeisterei Delitzsch zwischen Kreuma und Biesen, die Straßenmeisterei Torgau zwischen Trossin und Dommitzsch und die Straßenmeisterei Oschatz in Ablass, Wermsdorf, Kemmlitz, Nebitzschen, Wellerswalde sowie zwischen Lampersdorf und Collm. Die Straßenmeisterei Eilenburg stellte bei ihren Kontrollen eine Verformung der Asphaltdecke auf der Bundesstraße B 2 in Gollmenz fest, was aber keine Verkehrseinschränkungen zur Folge hatte. Im Bereich der Straßenmeisterei Dahlen traten keine Schäden auf.

„Schwitzender Asphalt“ in der Region Oschatz.

 

Splitt bei außergewöhnlich hohen Temperaturen auf „schwitzenden Asphaltdecken“ als Trennschicht aufzubringen, ist laut Straßenbauamtsleiter Uwe Schmidt eine durchaus gängige Praxis. Je mehr Straßen saniert sind, umso weniger werde das nötig.

„Der Splitt fährt sich in der Regel in die Fahrbahndecke ein. Sollte es größere Restmengen geben, werden diese von der Straßenmeisterei auch wieder beseitigt.“

Insgesamt betreut das Straßenbauamt mit seinen fünf Straßenmeistereien in Nordsachsen rund 1.260 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen.

Verformte Asphaltdecke auf der B 2 in Gollmenz. Fotos: LRA